Im Südwesten Berlins warten fast 25.000 Haushalte noch immer darauf, dass ihre Stromversorgung wiederhergestellt wird. Der Blackout, ausgelöst durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, sorgt für massive Probleme in der Hauptstadt.
Pflegebedürftige Menschen mussten in Notunterkünfte ziehen, da in Heimen weder Wärme noch Pflege gewährleistet werden konnte. Auch Unternehmen sind betroffen, etwa 1200 an der Zahl. Reparaturen sollen Tage dauern, und Experten warnen vor möglichen Folgeschäden. Die Tat wurde von einer linksextremistischen Gruppe reklamiert. Die Ermittlungen laufen.
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ARD-Nachrichten: Pinguine statt Berlin-Blackout
Trotz der Schwere der Krise fand der Blackout in der Hauptausgabe der „Tagesschau“ am Montagabend nur kurz Beachtung. Genau 29 Sekunden wurden dem Stromausfall gewidmet. Für viele Zuschauer zu wenig angesichts des Ausmaßes der Krise.
Zwar hatte die Nachrichtensendung das Thema in der Sonntagsausgabe umfassenden priorisiert und auch am Samstag bereits berichtet, doch die knappe Berichterstattung am Montag sorgte vielfach für Unverständnis und teils auch Empörung.
Statt einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der Situation und ihren Folgen nahm ein anderes Thema deutlich mehr Raum ein: Brillenpinguine in Südafrika. Der Beitrag über die vom Aussterben bedrohte Tierart erhielt fast zwei Minuten Sendezeit. Umweltverschmutzung und Überfischung, so berichtete die Sendung, sind für das fortschreitende Verschwinden der Pinguine verantwortlich.
Teilweise Unverständnis über die Prioritätensetzung der „Tagesschau“
Viele Zuschauer äußerten ihre Verwunderung über diese Prioritätensetzung. In sozialen Medien machen sich empörte Stimmen laut. „Die Tagesschau berichtet ausführlicher über Pinguine in Südafrika als über den linken Terroranschlag in Berlin“, schrieb ein Nutzer auf „X“.
Ein anderer Zuschauer zeigte sich ebenfalls irritiert und kommentierte, dass er „nach langer Zeit einfach mal interessehalber die Tagesschau geschaut“ habe – nur um dann enttäuscht festzustellen, dass der Terroranschlag in Berlin als Nebenthema behandelt wurde. Weitere forderten eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder sogar die Abschaffung des Rundfunkbeitrags.

Kaum Details zu den Berliner Einsatzmaßnahmen
Ein detaillierter Blick auf die Situation in Berlin blieb im Abendprogramm am Montag tatsächlich aus, obwohl dort seit Tagen daran gearbeitet wird, die Schäden zu beheben. Auch ein „Brennpunkt“ im Anschluss an die Sendung wurde nicht ausgestrahlt.
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Die Frage, wie viel Raum ein lokales Ereignis im Verhältnis zu globalen Themen über Tage hinweg erhalten sollte, bleibt daher bestehen. Und wird offensichtlich kontrovers diskutiert. Fakt ist derweil, dass das Ausmaß des Stromausfalls mittlerweile auch in der internationalen Presse Thema geworden ist.






