Im Streit um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest hat sich nun Nemo zu Wort gemeldet – und angekündigt, aus Protest gegen die Veranstalter die Siegestrophäe des ESC 2024 zurückgeben zu wollen. Nachdem Israels Mitwirken vor einer Woche offiziell bestätigt worden war, hatten sich bereits einige Länder, darunter die Niederlande und Spanien, vom Contest zurückgezogen.

Auf Instagram begründete Nemo die Entscheidung in einem Video: „Ich habe das Gefühl, dass diese Trophäe nicht länger auf meinen Schreibtisch stehen sollte“, so Nemo. Der ESC wolle für Einheit, Inklusion und Menschenwürde – Werte, die den Contest für die nicht-binäre Person aus der Schweiz so wertvoll gemacht habe.

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Nemo kritisiert ESC: „Der Contest wurde mehrfach missbraucht“

Doch Israels Teilnahme würde einen Konflikt zwischen diesen Idealen und den Entscheidungen der EBU, die den Contest veranstaltet, zeigen. „Der Contest wurde mehrfach missbraucht, um das Image eines Staates aufzubessern, dem schweres Fehlverhalten vorgeworfen wird.“ Dennoch bestehe die EBU darauf, dass der ESC unpolitisch sei.

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„Wenn sich mehrere Staaten vom Contest zurückziehen, sollte sehr klar sein, dass etwas total falsch läuft“, so Nemo weiter. Darum sei die Entscheidung gefallen, die Trophäe zurückzugeben – mit einer klaren Botschaft: „Setzt um, was ihr behauptet.“

Podcast "Meine schwerste Entscheidung"
#26 Karin Prien über ihre jüdischen Wurzeln - und die Gedanken an eine Flucht nach Israel
Meine schwerste Entscheidung
 

Schon seit längerem fordern Kritiker einen Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest. Der Grund ist das Vorgehen des Landes im Gazastreifen. Nachdem zunächst innerhalb der EBU über eine Teilnahme abgestimmt werden sollte, entschied man sich schließlich für strengere Regeln, um unter anderem eine staatliche Instrumentalisierung des Contests zu verhindern.