Wer macht etwas so Gemeines? Das hatten sich viele Kinder, ihre Eltern und Mitarbeiter des WDR gefragt, nachdem die beliebte TV-Figur im Juli 2025 vor dem 1Live-Haus in Köln angezündet worden war.

Nun, mehrere Monate später, geht die Polizei Köln mit Fahndungsfotos aus einem Überwachungsvideo an die Öffentlichkeit und fragt: Wer kenn den Mann auf den Fotos? Er wird verdächtigt, die Maus-Statue angezündet zu haben. Der Mann war in der Nacht auf den 26. Juli 2025 vor dem Gebäude des WDR mit einem Damenrad unterwegs gewesen. Das Überwachungsvideo hatte den Verdächtigen zwischen 23.35 Uhr und 0.40 Uhr am Tatort aufgezeichnet.

Die Fotos des Gesuchten sind im Fahndungsportal der NRW-Polizei zu sehen. Der Tatverdächtige ist laut Polizei zwischen 48 und 60 Jahre alt, schlank und hat einen hellbraunen Pullover, eine blaue Hose sowie blaue Sneaker mit weißer Sohle getragen. 

Anschlag auf die Maus: Verdächtiger über eine Stunde am Tatort

Als die Maus Feuer gefangen hatte, floh der Verdächtige Richtung Breite Straße. Gegen kurz vor ein Uhr nachts meldete sich dann ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bei der Polizei. Er hatte bemerkt, dass die Maus brennt.

„Der unbekannte Tatverdächtige hielt sich insgesamt über eine Stunde am Tatort auf und versuchte, das Feuer immer weiter mit Brennmaterial zu entfachen“, berichtete die Polizei Köln am Freitag (28.11.) weiter.

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Hinweise zu dem Tatverdächtigen bitte an das Kölner Kriminalkommissariat 15 unter 0221/229-0 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

Beim WDR war man im Sommer entsetzt gewesen: „Diese Tat macht uns fassungslos. Wer und vor allem warum zündet jemand die Maus an? Denn damit wurde nicht nur eine Figur beschädigt – hier wurde ein Stück Kindheit, ein Symbol der Freude und des Miteinanders angegriffen“, so Matthias Körnich, Leiter des WDR-Programmbereichs Unterhaltung, Kinder und Familie, im Sommer.

Viele Maus-Fans hatten damals laut WDR symbolische „erste Hilfe“ geleistet und Pflaster auf die Brandstellen am rechten Arm und im Gesicht geklebt. 

Maus-Figur wurde im Oktober 2024 entführt

Später wurde die verkohlte Maus auf eine längere „Kur“ geschickt, um ihre Brandwunden zu versorgen, wie es hieß. Etwa einen Monat später stand die Figur wieder „gut erholt und in neuem Glanz“ vor dem WDR-Vierscheibenhaus.

Der Maus war bereits im Oktober 2024 übel mitgespielt worden. Sie wurde entführt. Wenige Tage später stand sie dann im Rahmen einer Protestaktion gegen Einsparungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem Protestschild um den Hals vor dem rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz.

mit afp