Mit der futuristischen Megastadt „Neom“ und ihrem Herzstück „The Line“ – einer 170 Kilometer langen, 500 Meter hohen Hightech-Stadt – wollte Saudi-Arabien ein globales Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Leben in der Wüste schaffen. Doch nun scheint das Vorhaben ins Stocken zu geraten.
Wie die Schweizer Zeitung „Blick“ berichtet, hat der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) Mitte September einen Baustopp sowohl für „The Line“ als auch für das Luxusresort Magna am Roten Meer verhängt.
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Milliardenverluste: Tausende Beschäftigte verlieren ihren Job
Die ehrgeizigen Pläne des Kronprinzen Mohammed bin Salman sahen vor, Neom als klimaneutrale Smart City zu errichten, in der Millionen Menschen leben und arbeiten. Doch schon seit Monaten mehren sich Berichte über Verzögerungen und Kürzungen. Laut der Zeitung soll der ursprünglich 170 Kilometer lange Siedlungsstreifen bis 2030 nur noch rund 2,4 Kilometer umfassen.
Außerdem musste der PIF nach eigenen Angaben bereits hohe Verluste verbuchen. Insgesamt ist von einem Wertverlust von rund 37,5 Milliarden Euro die Rede. Tausende Beschäftigte verloren ihre Jobs oder wurden in die saudische Hauptstadt Riad versetzt.
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WM 2034 in Gefahr: Saudi-Arabiens Megaprojekt „The Line“ steht still
Neben Hotels, Bürokomplexen und Luxuswohnungen sollte „The Line“ auch ein Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 beherbergen. Nach dem Baustopp ist unklar, ob Saudi-Arabien den engen Zeitplan noch einhalten kann. Laut Medienberichten sucht das Land bereits nach Ersatzstandorten.
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Neom gilt seit Beginn als Symbolprojekt für den Wandel Saudi-Arabiens – steht aber international stark in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch berichten von gewaltsamen Umsiedlungen indigener Gruppen, insbesondere der Huwaitat-Stämme, die seit Generationen in der betroffenen Region leben. Zudem sollen Tausende Arbeiter bei den Bauarbeiten ums Leben gekommen sein. Die saudische Regierung weist diese Vorwürfe entschieden zurück.



