Hunderte Menschen sitzen auf der Wiese, jeder mit Pudding vor sich. Doch Löffel bleiben ungenutzt, stattdessen wird mit der Gabel gegessen. Was zunächst ungewöhnlich klingt, hat sich in mehreren Städten Deutschlands zu einem viralen Trend entwickelt. Bonn, Dortmund, Münster und Düsseldorf zählen bereits zu den Stationen, wo Pudding gegabelt wurde.

Die Regeln sind einfach: Kein Löffel, nur die Gabel darf verwendet werden. Bei einem Treffen in Dortmund starteten die Teilnehmer nach einem kurzen Countdown gleichzeitig mit dem Gabeln. Die Szenen wurden gefilmt und in sozialen Netzwerken geteilt – die Clips verbreiteten sich rasch.

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Ursprung wohl in Karlsruhe

Die Idee soll ursprünglich aus Karlsruhe stammen. Dort hatte es einen Flyer mit der Aufforderung „Komm zu unserem „wir-essen-pudding-mit-einer-gabel-treffen““gegeben. Über das Internet verbreitete sich die Idee und bekam eine Eigendynamik. Die Puddingesser filmen sich und teilen die Clips. Auch in Bonn waren die Aufrufe zu dem Treffen über die sozialen Netzwerke verbreitet worden.

Warum aber tun sie das? Eine klare Antwort gibt es nicht. Für viele ist es einfach ein Stück Humor in ernsten Zeiten. Andere betonen das Gemeinschaftsgefühl: Wer allein kommt, finde schnell Anschluss.

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Pudding gabeln: Trend als eine Art Ventil

Laut WDR deuten Jugendforscher den Trend als eine Art Ventil. Junge Menschen lebten seit Jahren im „Dauerkrisen-Modus“ – von Pandemie bis Politik. Solche Absurditäten böten eine Möglichkeit, sich für einen Moment davon zu lösen.

Berlin wollte noch einen draufsetzen: Vor einigen Tagen hatte eine junge Frau versucht, Gleichgesinnte zu einem Puddingessen am Brandenburger Tor einzuladen, mit der Idee, den Pudding nicht mit Gabeln, sondern mit den Füßen zu essen. Das Event fand jedoch nicht statt.

ef/dpa