In den Niederlanden hat die Polizei am Sonntagnachmittag einen mutmaßlichen E-Bike-Räuber erschossen. Der Vorfall ereignete sich nahe einer McDonald‘s-Filiale im Rotterdamer Vorort Capelle aan den IJssel. „Er hatte eine Schusswaffe und flüchtete damit. Er passte auf die Beschreibung und wurde aufgefordert, stehen zu bleiben“, sagte eine Sprecherin der Polizei Rotterdam-Rijnmond gegenüber „De Telegraaf“. Laut Polizeiangaben starb der Verdächtige noch am Tatort – er soll erst 15 Jahre alt gewesen sein.

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Zuvor soll in der Nähe des Schnellrestaurants ein sogenanntes Fatbike unter Einsatz einer Schusswaffe erbeutet worden sein. Im Zusammenhang mit dieser Tat soll ein Verdächtiger festgenommen worden sein. In welcher Verbindung dieser mit dem getöteten Verdächtigen steht, ist bislang unklar. Eine Polizeisprecherin sagte dem niederländischen Medium nur: „Das ist alles Teil der Ermittlungen.“

Wie Zeugen des Vorfalls berichten, soll der bewaffnete Jugendliche noch versucht haben, über einen Zaun zu klettern. „Ich habe drei Schüsse gehört. Der Ort war völlig überfüllt. Auch kleine Kinder waren dort. Sie alle haben es gesehen“, erzählte ein Mann „De Telegraaf“. Mehrere Rettungskräfte sowie ein Rettungshubschrauber seien im Einsatz gewesen. Wie bei Schusswaffengebrauch durch die Polizei üblich wurde eine Ermittlung zum Verhalten der beteiligten Beamten eingeleitet.

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Am Ort des Fahrraddiebstahls und dem McDonald‘s laufen nun die Ermittlungen. Die Filiale des Schnellrestaurants wurde am Sonntag abgesperrt. Die unter Schock stehende Belegschaft sowie die anwesenden Besucher wurden von den Behörden betreut.

Wie ein Anwohner des angrenzenden Vororts berichtet, soll bei dem Raub des E-Bikes auch jemand verletzt worden sein. Dabei soll es sich ebenfalls um einen Minderjährigen handeln. Diese Information wurde zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht von der Polizei bestätigt.

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Der Bürgermeister von Rotterdam, Joost Manusama, erklärte am Sonntagnachmittag: „Dies ist ein großer Verlust für die Angehörigen des verstorbenen Jungen.“ Manusama sei bewusst, dass der Vorfall bei allen Anwesenden tiefe Spuren hinterlassen habe. „Für Kinder kann dies besonders schockierend und beängstigend gewesen sein“, fügte der Politiker hinzu und bat die Bevölkerung um Geduld bei der Aufklärung des Falles.

mit dpa