Er ist die deutsche ESC-Legende schlechthin: Ralph Siegel schrieb zahlreiche Hits und sorgte mit Nicole und „Ein bisschen Frieden“ für Deutschlands ersten Sieg beim Grand Prix überhaupt. Nun macht er nicht mit seiner Musik, sondern mit seiner Gesundheit Schlagzeilen, denn der Komponist wurde wegen einer Lungenentzündung in ein künstliches Koma versetzt. Wir erklären, was die Krankheit so gefährlich macht.
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Lungenentzündung: Eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland
Die Lungenentzündung ist in Deutschland und auch im Rest der Welt weit verbreitet. Der Lungeninformationsdienst der Helmholtz Gemeinschaft schreibt: „Es wird geschätzt, dass jährlich etwa 400.000 bis 600.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Lungenentzündung (also außerhalb eines Krankenhauses, Anm. d. Red.) erkranken.“
Rund 270.000 bis 290.000 der Patienten müssten sogar im Krankenhaus behandelt werden – vier bis dreizehn Prozent dieser Betroffenen versterben. Das sind umgerechnet etwa zwischen 11.000 und 37.000 Tote jährlich.
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Symptome bei Lungenerkrankung: Oft fällt die Krankheit gar nicht auf
Durchs Niesen oder Spucken können sie jedoch auf andere Menschen übertragen werden und lösen dort eine Infektion aus – zum Beispiel dann, wenn der Betroffene ein geschwächtes Immunsystem hat. Kleine Kinder oder ältere Menschen ab 60 Jahren sind besonders gefährdet, da das Immunsystem noch nicht oder nicht mehr vollständig funktioniert.
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Die Betroffenen klagen in der Regel über Schüttelfrost, Husten mit Auswurf, Schmerzen im Brustkorb, Atemnot oder auch ein plötzliches Krankheitsgefühl mit Fieber. Das Problem: Die Symptome können sehr plötzlich auftreten, zudem lassen sie sich nicht immer von einer „normalen“ Erkältung oder Grippe unterscheiden.
Der Lungeninformationsdienst schreibt außerdem: „Bei Säuglingen und Kleinkindern können auch Trinkschwäche, Blässe und ein beschleunigter Puls Symptome für eine Lungenentzündung sein. Das Tückische an der Pneumokokken-Pneumonie ist, dass sie oft ohne Vorwarnung zu sehr schweren Symptomen wie akuter Luftnot und Sauerstoffmangel führt. Bei Kindern und älteren Menschen können Anzeichen auf eine Lungenentzündung auch fehlen oder schwächer ausfallen.“
Im Zweifelsfall sollten Sie also unbedingt einen Arzt um Rat fragen, vor allem, wenn Sie Probleme beim Atmen verspüren.
Wie gefährlich ist eine Lungenentzündung?
Aufgrund der sehr hohen Sterblichkeitsrate ist eine Lungenentzündung immer ernst zu nehmen. Denn: Neben der hohen Belastung für den Körper kann es bei der Lungenentzündung auch zu akutem Lungenversagen kommen. Die Lungenfunktion wird dabei „abgeschaltet“, der Patient kann nicht mehr selbstständig atmen und verstirbt, sollte er nicht rechtzeitig an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.
Wie läuft die Behandlung der Lungenentzündung ab?
Um den Bakterien entgegenzutreten, muss die Lungenentzündung fast immer mit Antibiotika behandelt werden. Dazu gehört etwa das Medikament Penicillin. Die Behandlung sollte möglichst schnell begonnen werden, um die Erkrankung möglichst frühzeitig in den Griff zu bekommen.
Aber: Aufgrund der wachsenden Antibiotikaresistenzen in der Bevölkerung müssen die Ärzte bei der Behandlung immer wieder „zaubern“, was nicht immer möglich ist. Weiteres Problem: Die Lungenentzündungen, die auf Viren zurückzuführen sind, können kaum bis gar nicht behandelt werden, da es keine passenden Medikamente gibt.
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Der Lungeninformationsdienst schreibt zudem: „Verläuft die Lungenentzündung schwer, kann auch eine Behandlung im Krankenhaus nötig werden. Wird ein Sauerstoffmangel festgestellt, kann die Gabe von zusätzlichem Sauerstoff helfen.“ Die Patienten sollten sich außerdem unbedingt schonen, im Bett bleiben und möglichst viel Flüssigkeit zu sich nehmen.
Kann man einer Lungenentzündung vorbeugen?
Grundsätzlich kann man sich gegen Pneumokokken-Erkrankungen impfen lassen. Die ständige Impfkommission empfiehlt deshalb allen Säuglingen ab einem Alter von zwei Monaten sowie dem Alter ab 60, sich dementsprechend absichern zu lassen. Bei einer schweren Immunschwäche kann es sich zudem anbieten, eine FFP-2-Maske im Alltag zu tragen. So kann man sich zumindest teilweise vor der Tröpfchenübertragung schützen und die eigene Gesundheit aufrechterhalten.









