• Chanukka wird 2025 vom 14. bis 22. Dezember gefeiert
  • Welche Traditionen und Zeichen sind für Chanukka besonders wichtig?
  • Die wichtigsten Fakten, Hintergründe und Rituale zum jüdischen Lichterfest

Gläubige Juden feiern in jedem Jahr das achttägige Lichterfest Chanukka mit der Familie, mit Freunden und in den Gemeinden. Doch was genau bedeutet Chanukka und warum ist das Fest in der jüdischen Kultur so wichtig? Das muss man wissen:

Wann erstrahlt das Lichterfest? Die Daten von Chanukka

Der jüdische Festkalender orientiert sich am Mond. Das Lichterfest startet immer am 25. Tag des Monats Kislew, des neunten Monats im jüdischen Kalender, und dauert acht Tage. 2025 beginnt Chanukka daher am 14. Dezember und dauert bis zum 22. Dezember.

Judentum: Was wird an Chanukka gefeiert?

Die Juden gedenken an Chanukka (hebräisch: Weihung) der Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 165 vor der christlichen Zeitrechnung. Damals hatte es einen Aufstand der Makkabäer gegeben, der sich gegen hellenisierte Juden und makedonische Seleukiden richtete.

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Mit dem Sieg der Makkabäer wurde der jüdische Tempeldienst wiedereingeführt. Vorher war es für die Juden verboten gewesen, religiöse Gebote zu befolgen oder die Thora zu lernen.

Der Überlieferung nach war in dem Tempel nur noch geweihtes Öl für einen Tag zu finden. Um neues geweihtes Öl herzustellen, brauchte es aber acht Tage. Trotzdem entschied man sich, den siebenarmigen Leuchter, die Menora, zu entzünden – und er brannte ganze acht Tage lang.

Traditionen, die begeistern: Wie wird das Lichterfest gefeiert?

An das Öl-Wunder erinnert der traditionelle achtarmige Leuchter Chanukkia. Während der acht Tage von Chanukka werden jeweils nach Sonnenuntergang von links nach rechts acht Kerzen angezündet – am ersten Tag eine Kerze, am zweiten Tag zwei Kerzen und so weiter – bis am achten Tag alle acht Kerzen brennen.

Entzündet werden sie mit einer Extra-Kerze, genannt Diener, die in der Mitte steht. Die Lichter müssen jede Nacht mindestens eine halbe Stunde lang brennen. Dabei werden Lobpsalmen gesprochen und in den Synagogen besondere Abschnitte aus der Thora gelesen. In einigen deutschen Städten stellen die jüdischen Gemeinden meterhohe Chanukka-Leuchter an öffentlichen Plätzen auf.

Chanukka-Feier.
Ein festlicher Moment: Jüdinnen und Juden versammeln sich um den Chanukka-Leuchter – viele Geschichten und Traditionen stecken hinter diesem strahlenden Lichterfest.© FUNKE Foto Services | Gero Helm

Bereits zum 20. Mal in Folge wird vor dem Brandenburger Tor in Berlin ein großer Chanukka-Leuchter aufgestellt. Am 14. Dezember lädt die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin ab 13 Uhr zu einem Familienfest ein – an diesem Tag wird auch die erste Chanukka-Kerze feierlich entzündet.

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Das wird an Chanukka genossen: Zwischen Leckereien und Traditionen

Chanukka ist ein Familienfest. Bräuche, die in der Diaspora verbreitet sind, wie das Verteilen von Geschenken oder das Drehen des Kreisels, sind auch in Israel anzutreffen. Außerdem ist es üblich, in Öl gebratene Speisen zu essen: Latkes (Kartoffelpfannkuchen) und Sufganiot (Krapfen). Schulen sind während der acht Chanukka-Tage in Israel geschlossen, Geschäfte, Büros und Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

fmg/epd