Es ist wohl eines der ungewöhnlichsten Objekte, die in Wuppertal je versteigert wurden: Aus 9.571 LEGO-Steinen haben Physikerinnen und Physiker der Bergischen Universität den ATLAS-Detektor am CERN nachgebaut. Am Freitag, 11. September, kommt das Modell in der Kunsthalle Barmen unter den Hammer.
Der gesamte Erlös kommt der Arbeit der Kunsthalle zugute. Das Startgebot liegt bei 200 Euro.
Was der ATLAS-Detektor ist
Das Original steht am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf und gehört zu den größten Teilchendetektoren der Welt. Tausende Forschende aus aller Welt arbeiten dort daran, die grundlegenden Bausteine des Universums zu verstehen.
Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Wolfgang Wagner an der Bergischen Universität ist Teil der internationalen ATLAS-Kollaboration.
Wie das Modell in Wuppertal entstand
Die Ursprungsidee stammt vom Physiker Dr. Sascha Mehlhase, der 2011 einen ATLAS-Detektor komplett aus LEGO nachbauen wollte. 2014 griffen Wuppertaler Physikerinnen und Physiker das auf, um ihre Forschung anschaulicher zu machen.
Entstanden ist ein Modell im Maßstab 1:50, in dem sämtliche wichtigen Komponenten des Detektors zu erkennen sind. Zunächst stand es in den Fluren der experimentellen Teilchenphysik, wo sich Schulklassen und Besucher ein Bild davon machen konnten, wie Teilchenphysik funktioniert.
Vorher anschauen möglich
Wer sich das Modell vor der Auktion ansehen möchte, kann das in den Räumen der Kunsthalle Barmen tun. Geöffnet ist donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr
Versteigert wird das Modell am Freitag um 17 Uhr. Zuvor gibt es um 16 Uhr einen Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Wagner über die Spitzenforschung am CERN.
Wer nicht vor Ort sein kann, hat ebenfalls die Möglichkeit, an der Auktion teilzunehmen. Dafür ist eine Registrierung als Bieterin oder Bieter nötig.
Wichtig: Die Vitrine, in der das Modell derzeit ausgestellt ist, gehört nicht zur Versteigerung.
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Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Fassung haben wir berichtet, dass sich das Startgebot auf 2.000 Euro beläuft. Wie die Uni Wuppertal mitteilte, handelte es sich dabei um einen Zahlendreher. Das Startgebot beträgt 200 Euro.



