„Wir müssen gehen“ – mit diesen Worten wurden die letzten Parkbesucher am Dienstag aus dem Deweerthschen Garten gebeten. Seit heute (7. April) ist der beliebte Elberfelder Park komplett gesperrt. Der Umbau, auf den Wuppertal seit Jahren wartet, hat endlich begonnen.
Eigentlich sollte schon 2023 gebaut werden. Dann 2025. Jetzt, im April 2026, ist es tatsächlich so weit.
Deweerthscher Garten in Wuppertal: Darum hat es so lange gedauert
Seit knapp sechs Jahren laufen die Planungen. Im Mai 2021 wurden Bürger befragt – ihre Wünsche: mehr Grün, mehr Spielflächen, eine Toilette. Doch vor allem die Tiefgarage unter dem Park bereitete den Planern massive Probleme, erklärt Annette Berendes, Leiterin des Grünflächenressorts. Projektplaner Oshtoud Daghighian vergleicht den Umbau mit einer Generalsanierung: „Ich will jetzt nicht das Wort in den Mund nehmen, aber die Idee ist die gleiche.“
Die Kosten sind entsprechend gestiegen: Von ursprünglich 1,6 Millionen auf 2,8 Millionen Euro. Immerhin: Rund 2,3 Millionen kommen aus Fördermitteln. Die Stadt zahlt den Rest – und der entspricht ungefähr dem Preis der neuen Toilette.

Das kommt in den neuen DeWi
Die Wünsche der Besucher, die wir am Dienstag (7. April) vor Ort gefragt haben, sind klar: „Grünfläche, Spielplatz für Kinder, aber auch für größere, für alle etwas und viele Sitzbänke.“ Tatsächlich plant die Stadt einiges:
- Brunnenspiel: Wasserdampf schießt aus Bodendüsen – Kinder können es selbst auslösen
- Größerer Spielplatz mit neuen, sichereren Geräten
- Dritte Tischtennisplatte
- Neue Boulebahn am Parkrand
- Neue Beleuchtung gegen den Angstraum-Charakter bei Nacht
- Selbstreinigende Toilette – Kostenpunkt: 350.000 Euro

Bei der Informationsveranstaltung in der Sophienkirche sorgte vor allem die Toilette für hitzige Diskussionen. „Das ist eine Art Prototyp“, erklärt Projektplaner Daghighian. Pissoirs auf der einen Seite, selbstreinigende Sitzklos auf der anderen. Ob die Benutzung etwas kosten wird, steht noch nicht fest. Klar ist nur: „Wir dürfen kein Geld damit verdienen.“
So geht es weiter: Durch die Vollsperrung soll der Umbau deutlich schneller gehen als bei einem Betrieb in Teilabschnitten. Ziel: Fertigstellung bis Ende 2026. „Weil wir dann im Winter sind, haben wir bis zum Frühling noch ein bisschen Spielraum“, so Daghighian. Spätestens im Frühling 2027 soll der DeWi wieder für alle offen sein.
Eine Besucherin fasste kurz vor der vorläufigen Schließung ihre Stimmung zusammen: „Ich habe Hoffnung. Der Park wird schön.“
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