Direkt an der Nordbahntrasse, wo abgeschottet von der Öffentlichkeit über Jahrzehnte Kugellager produziert wurden, entsteht derzeit eines der größten Gewerbeprojekte Wuppertals. Die Investorengruppe CTP verwandelt das ehemalige Schäffler-Gelände in einen modernen Business- und Gewerbepark. Auch die neue Multifunktionsarena könnte hier entstehen.
„Wir befinden uns mit der Stadt in Realisierungsgesprächen, ob es grundsätzlich möglich ist, hier eine Multifunktionsarena zu errichten“, sagt Christian Schröttle, Projektleiter bei CTP. Konkrete Aussagen könne man jedoch noch nicht treffen.
90.000 Quadratmeter für Wuppertaler Unternehmen
Das 120-Millionen-Euro-Projekt umfasst eine Gesamtfläche von 90.000 Quadratmetern. CTP, nach eigenen Angaben Europas größter börsennotierter Logistik-Projektentwickler, plant 40 bis 50 Mieteinheiten unterschiedlicher Größe.
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Das Besondere: Es handelt sich um ein sogenanntes Brownfield-Projekt. „Das sind bereits industriell oder gewerblich genutzte Grundstücke“, so Schröttle. „Wir sprechen von versiegelten Flächen und nicht von Green Fields, wo neues Land wieder neu versiegelt wird.“
Drei Ebenen von der Nordbahntrasse bis zur Autobahn
Das Gelände zieht sich von der Nordbahntrasse bis zur Anschlussstelle Wuppertal-Dornap und wurde von CTP in drei Bereiche unterteilt. Die „Lowlands“ direkt an der Nordbahntrasse werden komplett neu bebaut. Hier entstehen größere Hallen um die 5.000 Quadratmeter, aber auch kleinere Einheiten ab 400 Quadratmeter.
Ein Stück oberhalb, in den „Midlands“, steht eine denkmalgeschützte Backsteinhalle aus dem Jahr 1941. Sie wurde vom gleichen Architekten entworfen, der auch das VW-Werk in Wolfsburg plante. Hier zieht im November die Firma vombaur ein, die Fertigstellung ist für April 2026 vorgesehen.
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Die „Highlands“ im oberen Bereich mit direktem Autobahnanschluss werden ebenfalls neu bebaut. Hier soll in den kommenden Wochen der Bau beginnen.
Bereits drei Unternehmen haben sich auf dem ehemaligen Schäffler-Gelände angesiedelt
Schon jetzt haben sich Unternehmen angesiedelt: Die Firmen Karl Deutsch und eine Firma aus Linz sind bereits da, vombaur kommt hinzu. „Wir merken vom Markt, dass hier eine rege Anfrage an Mietern stattfindet“, berichtet Schröttle zufrieden.
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Der Standort sei besonders attraktiv durch die Lage an den Autobahnen A535 und A46. „Vom Markt in Wuppertal kriegten wir zurückgespielt, dass hier Gewerbeflächen benötigt werden“, sagt der Projektleiter.
Die CTP plant am Standort in der Varresbeck ein Park-Konzept mit autofreien Zonen
CTP verfolgt ein sogenanntes Park-Maker-Konzept: Neben den Gewerbeflächen sollen Begegnungsflächen und ein autofreier Boulevard entstehen. „Wir gehen davon aus, dass sich hier auch Cafés ansiedeln werden“, so Schröttle. Das Unternehmen plant zudem ein Parkdeck in der denkmalgeschützten Halle.
Die Kommunikation mit der Stadt laufe sehr gut, betont Schröttle. Man stehe mit den Ressorts Verkehr, Lärm, Umwelt und Bauen in regem Austausch. Ob aus den Arena-Gesprächen mehr wird, bleibt abzuwarten.






