2016 musste das Tierheim in Wuppertal schließen. Seitdem gab es für herrenlose Hunde, Katzen und Kleintiere keine stationäre Unterbringung mehr. Eine Lücke, die der Verein Pechpfoten e.V. und die Bergische Diakonie dringend schließen wollten.
Die Diakonie machte dem Verein 2021 den Vorschlag, eine Bauruine auf dem Gelände der Diakonie zu einem Tierheim umzubauen. Die Idee: Inklusion durch Tierkontakte. Der Ansatz sollte auch Menschen aus benachbarten Wohngruppen für psychisch erkrankte Menschen einbeziehen. Pechpfoten und die Bergische Diakonie verhandelten ein Jahr lang – erfolgreich. Danach startete der Umbau.
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Doch dann kam es zum Bruch: Der Vorstand der Diakonie wechselte und kündigte den Vertrag mit dem Verein im Frühjahr 2024 auf. Seitdem schwelt ein Rechtsstreit um das Tierschutzzentrum für Wuppertal.
Den Kündigungsgrund aus Sicht der Diakonie erklärte Abteilungsleiterin Renate Zanjani auf unsere Nachfrage wie folgt:
- „Im Verlauf der Projektentwicklung hat sich gezeigt, dass die ursprünglich geplante Einbindung unserer Klient:innen Schritt für Schritt reduziert wurde. Damit fehlten am Ende alle notwendigen Maßnahmen für eine gelungene Inklusion und Teilhabe. Aus einer angedachten inklusiven Zusammenarbeit wurde ein punktuelles Angebot. Das widerspricht unserem Ziel, Menschen einen verlässlichen Lebensraum anzubieten.“
Der Verein wehrt sich gegen die Kündigung – und ging vor Gericht. Parallel dazu wurde ein Mediationsverfahren eröffnet. Das bedeutet, dass sich Pechpfoten e. V. und die Diakonie außergerichtlich einigen wollten.

Das ist der aktuelle Stand: Das Landgericht hatte am 13. November entschieden, dass die Pechpfoten im Recht sind. Trotzdem wollten beide Parteien weitere Gespräche im Rahmen einer Mediation führen, um sich außergerichtlich zu einigen. Diese Gespräche sind gescheitert, wie Diakonie-Sprecherin Renate Zanjani auf talzeit-Nachfrage bestätigte. Die Diakonie hat deswegen Berufung gegen das Gerichtsurteil eingelegt.
So geht es weiter: Auch wenn das Mediationsverfahren bislang keine Ergebnisse gebracht hat, sagt Zanjani, dass die Diakonie weiterhin für Gespräche bereit sei. Sie sprach von konstruktiven Gesprächen, bei denen sich die Konfliktparteien aber nicht einigen konnten. Die Berufung würde vor dem Oberlandesgericht verhandelt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.





