Infos zur Wuppertaler Schwebebahn im Überblick

  • Streckenlänge: 13,3 km, davon 10 km über der Wupper
  • Fahrtdauer: ca. 25 Minuten
  • Stationen: 20 Stationen zwischen Vohwinkel und Oberbarmen
  • Frequenz: werktags alle 3 Minuten
  • Fahrgastaufkommen: werktags durchschnittlich 85.000 Fahrgäste, im Jahr 24,8 Millionen
  • Ticketpreis: Einzelticket für einen Erwachsenen: 3,60 €, auch mit dem Deutschland-Ticket nutzbar

Die Schwebebahn gehört seit 1901 zum festen Bestandteil des Wuppertaler Stadtbilds. Die Idee war, die beiden Städte und heutigen Stadtteile Elberfeld und Barmen besser anzubinden. Aus einem Entwurf einer Hochbahn entstand das Wahrzeichen der Stadt, das sich durch das Tal und weite Teile der Strecke über der Wupper schlängelt.

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Ursprünglich hatte die Wuppertaler Schwebebahn eine andere Farbe

Die heutigen Züge in Babyblau prägen die Strecke zwischen Vohwinkel und Oberbarmen. Gelegentlich bekommt man aber auch einen ganz ursprünglichen Wagen auf – beziehungsweise unter – den Schienen zu Gesicht. Der Kaiserwagen hat seinen Namen einer ganz besonderen Probefahrt im Jahr 1900 zu verdanken.

  • Damals fuhr Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gemahlin Auguste Viktoria mit der Schwebebahn durch Wuppertal, noch vor der eigentlichen Eröffnung der Bahn.
Der „Kaiserwagen“ der Wuppertaler Schwebebahn fährt durch die Stadt.
So sieht der Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn aus. Der Oldie unter den Schwebebahnen war schon am 24. Oktober 1900 auf der Strecke, als Kaiser Wilhelm und Kaiserin Auguste Victoria bei einer Probefahrt durch die Stadt schwebten. Von diesem Ereignis ist der Name „Kaiserwagen“ geblieben. © dpa | Horst Ossinger

Im Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn kann man sogar heiraten

Heute können Wuppertaler den historischen Wagen für Hochzeiten mieten und sich während einer Rundfahrt die ewige Liebe und Treue schwören. Die erste „Hochzeitsreise“ kostet am Wochenende 600 Euro. Die Kosten für einen Standesbeamten kommen obendrauf. Auch zu anderen Anlässen kann man sich die Bahn mieten oder als Einzelpersonen Touren mit dem Kaiserwagen anschließen.

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Schwebodrom: VR-Erlebnis in der Schwebebahn

Die Schwebebahn hat sogar ihr eigenes Erlebnis-Museum bekommen.

  • Im Schwebodrom haben Besucherinnen und Besucher die Chance, mithilfe einer VR-Brille eine virtuelle Rundfahrt mit der Schwebebahn durch das Wuppertal von 1929 zu machen.

Dabei sitzt man in einem Originalzug aus dem Jahr 1900 und erlebt historische Aussichten. Zu dem Schwebodrom an der Schwebebahnhaltestelle Werther Brücke in Barmen gehört auch eine Ausstellung.

  • Erwachsene zahlen für ein Ticket 17,50 Euro.

Barrierefreiheit in der Schwebebahn

Auch Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwägen können mit der Schwebebahn fahren. Alle Haltestellen der Schwebebahn sind im Zuge der Modernisierungen mit Aufzügen ausgestattet worden. Auch die neuste, aktuelle Generation der Züge, hat einen barrierearmen Einstieg, der sich ganz vorne am Zug befindet. Dort kann der Zugfahrer oder die Zugfahrerin auch die integrierte Rampe für die Fahrgäste ausklappen.

Eine blaue Schwebebahn fährt in die Haltestelle in Wuppertal ein.
Die Züge und auch die Haltestellen der Wuppertaler Schwebebahn sind barrierearm und auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen zu erreichen. © unsplash | Anatol Rurac

Das ist die Generation 15 der Wuppertaler Schwebebahn

  • Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h (zulässige Geschwindigkeit 60 km/h)
  • Länge: 24 m
  • Gewicht: 40 t (voll besetzt)
  • Kapazität: 45 Sitz- und 96 Stehplätze

Für große und kleine Schwebebahn-Fans gibt es verschiedene Modellschwebebahnen und Merchandise wie

  • Pins,
  • Seifenblasen und
  • Kaffeetassen.

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Absturz der Schwebebahn in Wuppertal

Auch das gehört zur Geschichte der Wuppertaler Schwebebahn dazu. Am 12. April 1999 stürzt ein Zug in die Wupper, es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der Schwebebahn.

Damals starben fünf Fahrgäste, 47 Menschen wurden verletzt. Nachdem eine Baufirma Gerüstarbeiten beendet hatte, vergaß sie ein Metallstück an der Fahrschiene zu entfernen, deshalb stürzte der erste Zug des Tages ab.

Schwebebahnabsturz Wuppertal
Das Archivbild vom 12.04.1999 zeigt Bergungstrupps der Feuerwehr kurz nach dem Unfall am abgestürzten Zug der Wuppertaler Schwebebahn im Wuppertaler Stadtteil Elberfeld. Die Bahn war wegen einer vergessenen Eisenkralle abgestürzt. Fünf Menschen kamen ums Leben, 47 wurden verletzt. © picture-alliance / dpa | Oliver Multhaup

Ein Elefant in der Wuppertaler Schwebebahn

Ein weiterer (geschichtsträchtiger) Vorfall ereignete sich 1950 in Wuppertal. Aus Werbezwecken schickte ein Zirkus seine Elefantendame Tuffi auf Schwebebahnfahrt. Keine gute Idee.

Nur eine Fotomontage: Als Tuffi aus der Bahn gerät, sind die Fotografen vor Ort zu perplex für den richtigen Klick.
Nur eine Fotomontage: Als Tuffi aus der Bahn gerät, sind die Fotografen vor Ort zu perplex für den richtigen Klick.© Unbekannt | ullstein bild

Tuffi wurde unruhig, lief durch die Zugwand und stürzte zehn Meter tief in die Wupper. Das Tier trug dabei nur eine kleine Schramme davon. Deshalb gibt es im Wuppertaler Stadtbild immer wieder Elefanten, die an das Ereignis erinnern. Auch in Oberhausen gibt es ein Denkmal für Tuffi.

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Podcast zur Schwebebahn

Noch mehr Informationen zu Wuppertals Wahrzeichen stellt der Betreiber der Schwebebahn, die WSW mobil GmbH, in einem Podcast zur Verfügung. Für alle Stationen gibt es kleine Wissenshappen rund um das Transportmittel.

Die 39 Folgen lassen sich auch ideal während einer Fahrt hören. Der Audioguide zeigt noch einmal, warum Wuppertalerinnen und Wuppertaler so stolz auf ihre Schwebebahn sein können.