Die Familie des Girkhäuser Kunstmalers Ludwig Schöngarth und der Kunst- und Antiquitätenhändler Swen Homrighausen haben eine ganz besondere Aktion gestartet. Sie wollen möglichst viele Kunstwerke des Malers in neue Hände vermitteln und damit auch etwas Gutes tun.
Vor einem Jahr hat Homrighausen mit seinem Laden „Dos Ahle erhale“ den Nachlass des 2003 verstorbenen Künstlers übernommen. Inzwischen gibt es im Dachgeschoss seines Geschäftshauses quasi eine Schöngarth-Werkschau mit rund 220 Bildern. „Die Jagdszenen gehen ganz gut und auch die Wittgensteiner Landschaften, aber es sind immer noch Gemälde da, die auf einen Liebhaber warten“, berichtet Homrighausen.
Ich bin total berührt von dieser Aktion.
Tanja Baldus, Diankonisches Werk Wittgenstein
Nach dem Tod Schöngarths ist auch dessen Witwe aus Wittgenstein weggezogen und hat sich schweren Herzens entschlossen, einen Großteil der Werke zu verkaufen, weil sie sie nicht mitnehmen konnte. „Ihr ist es ein Anliegen, dass diese Bilder erhalten bleiben und Käufer finden“, beschreibt Homrighausen die emotionale Situation für die Familie. Um möglichst viele der hochwertigen Kunstwerke retten zu können, verknüpfen die Familie und Homrighausen den Verkauf mit einer Spendenaktion für das Diakonische Werk Wittgenstein.
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„Ich bin total berührt von dieser Aktion“, sagt Tanja Baldus, die Verwaltungsleiterin des Diakonischen Werks Wittgenstein. „Wir sind ja auch auf Spenden angewiesen, weil viele soziale Hilfsangebote chronisch unterfinanziert sind.“ Als Beispiele nennt Baldus den Ambulanten Hospizdienst, das Trauercafé oder die diakonische Gemeindearbeit.
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Um möglichst viele Bilder zu vermitteln, sind auch die Preise moderat: „Ich gebe die Gemälde gegen eine Spende ab. Je nach Größe oder Rahmung der Bilder sind das 20 bis 30 oder 80 bis 100 Euro“, berichtet Homrighausen. Die allermeisten sind aber ohne Rahmen.
„Ludwig Schöngarth hat Tier- und Landschaftsmotive hauptsächlich für Galerien gemalt. Und viele hat er auch auf Vorrat gemalt, für den Fall, dass er dies im Alter nicht mehr könnte“, weiß Homrighausen. So finden sich unter den Bildern eben Jagdmotive sowie Wittgensteiner Berg- und Tallandschaften. Aber auch der Möhnesee. „Einer seiner Galeristen war am Möhnesee und diese Motive haben sich da bei Urlaubern sehr gut verkauft“, so Homrighausen.
Die Verkaufsausstellung in Wingeshausen ist immer dienstags und freitags zwischen 13 und 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0171/4337741 geöffnet.





