Eine Mutter und ihr Sohn wurden am Dienstagabend in Girkhausen bei einem Unfall verletzt. Der laute Alarm des Rauchmelders hat der Familie das Leben gerettet, wie ein Nachbar berichtete. Die Mutter und ihr Sohn wurden zur Beobachtung in Kliniken gebracht.

Gegen 19.21 Uhr waren die Freiwillige Feuerwehr, ein Notarzt und der DRK-Rettungsdienst aus Bad Berleburg und dem Hochsauerland mit dem Stichwort „Feuer 4 - Kellerbrand“ zu dem Haus gerufen worden. Vier der fünf Hausbewohner. Die Mutter und ihre drei Kinder hatten sich bereits selbst vor dem Haus in Sicherheit gebracht und wurden von Nachbarn betreut. Der Vater war nicht zu Hause gewesen.

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Freiwillige Feuerwehr Bad Berleburg
In Girkhausen ist es am Dienstagabend zu eine großen Feuerwehrwehreinsatz gekommen. Zwei Menschen wurden durch Rauchgase verletzt. Der Rauchmelder hatte das Leben einer Familie gerettet.© WP | Lars-Peter Dickel

Die Einsatzkräfte der Löschgruppe Girkhausen und des Löschzuges 1 überprüften das gesamte Gebäude auf einen Brandherd. Unter sachgemäßem Atemschutz wurde das Haus vom Keller bis zum Dachgeschoss mit der Wärmebildkamera abgesucht. Als mutmaßliche Ursache stellte sich der Pelletofen im Wohnzimmer heraus. Der verwies auf eine Fehlfunktion, berichtet der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Jens Schmitt.

Bestätigt wurde diese Vermutung später durch den Schornsteinfeger Hubertus Kroh. Der verwies auch auf die besondere Wetterlage, die dazu führen könne, dass Kamine nicht mehr richtig ziehen. Dies ist unter anderem sogenannten Inversionswetterlagen der Fall. Die kalte Luft sinkt nach unten und legt sich wie ein Deckel auf die Kamine.

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In diesem speziellen Fall habe der Pelletofen durch sein Gebläse den Rauch in den Kamin gedrückt. Und der Rauch sei dann im Erdgeschoss aus einem alten Herdanschluss herausgedrückt worden. Der Kamin wurde gekehrt, der Ofen überprüft und das Haus wieder freigegeben.

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Am Gebäude selbst war kein Schaden entstanden. Die Freiwillige Feuerwehr lüftet das Gebäude mit Hochdrucklüftern. Nach etwas mehr als einer Stunde war der Einsatz beendet und das Haus wieder bewohnbar. Für die Dauer des Einsatzes war die Ortsdurchfahrt von Girkhausen voll gesperrt. Insgesamt waren 33 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz.