Drei Menschen wurden bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 480 in Raumland schwer verletzt. Auf der Sauerlandstraße, kurz hinter der gefährlichen Engstelle an der Eisenbahnbrücke, kam es zum Zusammenstoß von zwei Autos.
Die Bundesstraße 480 ist während der gut eine Stunde dauernden Rettungsarbeiten und für nun folgende, komplizierte Unfallaufnahme durch die Polizei gesperrt. Ein starkes Aufgebot an Feuerwehrkräften aus Bad Berleburg, Raumland und Weidenhausen sowie drei Rettungswagen, der Rettungshubschrauber aus Siegen und die Polizei waren im Einsatz.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist eine 39 Jahre alte Frau mit ihrem Audi-Kombi von Hemschlar aus in Richtung Bad Berleburg gefahren. Möglicherweise geriet sie aufgrund gesundheitlicher Probleme in den Gegenverkehr, berichtet die Polizei am Mittwochnachmittag.
Ein Ehepaar war zur gleichen Zeit in seinem Ford-Kuga in der Gegenrichtung unterwegs. Nach Angaben der Polizei hatte der 62‑jährige Kuga-Fahrer noch versucht, die Frau mit Lichtzeichen auf die Situation aufmerksam zu machen. Er konnte der Kollision aber nicht ausweichen. Halbfrontal stießen die Wagen mit den Fahrerseiten zusammen. Das Ehepaar wurde im Kuga eingeklemmt.
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Die eintreffenden Rettungskräfte versorgten die Audifahrerin, die zunächst äußerlich unverletzt wirkte, aber doch Anzeichen eines starken Schocks aufwies. Aufwändiger war die Rettung des Ehepaares aus dem Kuga. In Zusammenarbeit mit dem Notarzt und dem DRK-Rettungsdienst wurde das Paar zunächst erstversorgt und dann schonend aus dem Wrack befreit. Das war kompliziert, weil der Unfallwagen halb im Graben und halb in einer Böschung hing.

Die Koordinierung des Rettungsdiensteinsatzes hat zwischenzeitlich der Organisationsleiter Rettung übernommen. Die 39-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Die 60 Jahre alte Ehefrau des Kuga-Fahrers wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und ihr Ehemann ebenfalls in eine Klinik gefahren.
Im Anschluss an die Rettungsarbeiten durch Feuerwehr und DRK übernahm die Polizei die Unfallstelle, um ein sogenanntes „Monobild“ zur Rekonstruktion des Unfallhergangs zu erstellen. Deswegen ist die Bundesstraße am Mittwochnachmittag noch gesperrt. Der Sachschaden dürfte bei mindestens 60.000 Euro liegen, so die Polizei.



