Insgesamt 72 Menschen aus 24 Herkunftsländern haben im Kreishaus Lüdenscheid die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Der Märkische Kreis begrüßte sie in einer Einbürgerungsfeier.
Die Hälfte der neu Eingebürgerten ist jünger als 40 Jahre, das sind 36 Personen. Der jüngste neue Staatsbürger ist ein drei Jahre altes Kind aus Serbien. Die älteste Teilnehmerin ist eine 65-jährige Frau aus der Türkei, die sich nach Angaben des Kreises bewusst für die deutsche Staatsangehörigkeit entschieden hat.
Gesellschaft mitgestalten
Durch die Feier führte Fachbereichsleiterin Leslie Kamphuis. „Heute geht es um mehr als einen Pass oder eine Urkunde. Es geht um Menschen, die sagen: Ich gehöre dazu. Sie haben hier ihr Zuhause gefunden, arbeiten hier, leben hier und gestalten unsere Gesellschaft mit. Dass Sie eingebürgert werden, freut uns sehr. Denn eine Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Deshalb: Herzlich willkommen – und schön, dass Sie da sind“, sagte sie.
Alle Frauen und Männer ab 16 Jahren legten ein feierliches Bekenntnis ab und verpflichteten sich darin, die Gesetze und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zu achten. Anschließend überreichte Kamphuis die Einbürgerungsurkunden und jeweils ein Exemplar des Grundgesetzes. Nun können die neuen Staatsbürger in den zuständigen Rathäusern Personalausweise und Reisepässe beantragen. Zum Abschluss sangen die Teilnehmer gemeinsam die deutsche Nationalhymne.
Wer die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen möchte, muss bestimmte Bedingungen erfüllen. Dazu gehören ein mindestens fünfjähriger legaler Aufenthalt in Deutschland, der Nachweis von Sprachkenntnissen und kulturellem Wissen sowie die Fähigkeit, den eigenen Lebensunterhalt ohne staatliche Hilfe zu sichern.
Die meisten Menschen aus der Türkei
Die meisten der neu Eingebürgerten stammen aus der Türkei (16) und aus Serbien (13), gefolgt von Syrien (6) sowie Griechenland, Polen und Russland mit jeweils vier Personen. Aus dem Iran und aus Rumänien kommen jeweils drei, aus Albanien, Italien und der Ukraine jeweils zwei. Je eine Person stammt aus Afghanistan, Algerien, Armenien, Bosnien-Herzegowina, Indonesien, dem Irak, Kasachstan, Kolumbien, dem Libanon, Nigeria, Nordmazedonien, Somalia und den USA.
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Die meisten neuen Staatsbürger leben in Hemer (18), Menden (11) und Meinerzhagen (10). In Altena wohnen neun, in Halver acht, in Kierspe fünf und in Plettenberg vier. Jeweils zwei leben in Balve, Neuenrade und Werdohl, eine Person in Schalksmühle.



