Zusammenfassung
- Die Friedenskirche in Attendorn soll nach ihrer Schließung zu einer Kulturstätte umgewandelt werden.
- Geplant sind Ateliers für Künstlerinnen, ein Trägerverein sowie die Vermietung für verschiedene Veranstaltungen unter dem Projekt K³.
- Bis März 2028 soll sich das Gebäude durch diese neue Nutzung selbst finanzieren.
Was fängt man mit einer nicht benötigten Kirche an, ohne dass es auf Dauer etwas kostet? Mit dieser Frage müssen sich die Mitglieder des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt seit Beginn des Kirchenjahres 2025/26 beschäftigen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gemeinde drei ihrer sieben Gottesdienststellen aus finanziellen Gründen schließen müssen: die Friedenskirche in Petersburg, die Gnadenkapelle in Fretter und die Emmauskirche in Würdinghausen.
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Damit begann auch die Zeit, Ideen zu sammeln und auf ihre Durchführung zu prüfen. Für die Friedenskirche, heißt es nun in einer Pressemitteilung, wurden verschiedene Optionen für eine Nutzung zusammengetragen und von Lars Kirchhoff und Michael Schebitz, beide Presbyter aus der Bezirksgemeinde Attendorn, geprüft. Auch wurden bei allen Vorschlägen eventuelle Interessenten angesprochen. Das Ergebnis dieser Prüfung: Die Kirche soll in ihrer jetzigen Gestalt als eine Art Kulturstätte weitergenutzt werden.
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Bei einer Gemeindeversammlung am Quasimodogeniti – dem ersten Sonntag nach Ostern – stellte Michael Schebitz ein Konzept vor und stieß dabei auf große Zustimmung. Die Vorsitzende des Presbyteriums, Juliane Schnittka, bezeichnete es als gelungene Lösung für den Erhalt des Kirchengebäudes und als eine angemessene Nutzung. Dabei lobte sie das Attendorner Engagement. Anhand einer großen Zeichnung, die einen griechischen Säulentempel darstellte, erläuterte Schebitz die Planung. Die Kirche soll auf drei Säulen stehen, die die inhaltliche wie finanzielle Sicherung darstellen sollten. Die erste Säule nannte er Atelier, die zweite Trägerverein und die dritte Events.
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Zur Säule „Atelier“ konnte er schon drei Künstlerinnen begrüßen, die dabei sind, in der Kirche ihre Arbeitsstätten einzurichten. Auch beim unabhängigen Trägerverein sei man inzwischen in der Phase der Gründung. Er rief die Anwesenden in diesem Zusammenhang auf, auch dem Verein beizutreten, damit er auf ein solides Fundament gestellt sei. Er sei für alle Interessenten offen und solle die Vermarktung kreisweit vornehmen.
Bei der Säule „Events“ sei man noch in der Findungsphase. Geplant sei etwa die Vermietung für Veranstaltungen wie Ausstellungen, Hochzeiten, Autorenlesungen etc. Auch als Treffpunkt und Besprechungsraum für ortsansässige Vereine könnten die Räume dienen. Das Ganze solle dann unter dem Embleme K³ (Kunst und Kultur in der Kirche) vermarktet werden. Auch eine eigene Homepage werde in Kürze freigeschaltet werden.
Als Ziel habe man sich zudem den März 2028 gesetzt. Bis dahin müsse sich das Gebäude durch die Vermietungen selbst tragen. Vereinfacht gesagt sei das Konzept: Die Kirchengemeinde verpachte das Gesamtgrundstück und der unabhängige Trägerverein, der die Kirche mit ihren Events vermarktet, schloss Michael Schebitz seine Erläuterungen.






