„Jeder Unfall ist einer zu viel.“ Unter dieser Prämisse arbeitet die Kreispolizeibehörde Olpe seit 2011 daran, insbesondere junge Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer noch vor deren Start in die Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr für die Gefahren zu sensibilisieren. In den Vortragsveranstaltungen der Reihe „Crash-Kurs NRW“ erhalten Schülerinnen und Schüler Schilderungen selbst erlebter Geschehnisse und deren Folgen von Polizisten, Feuerwehrleuten, Notärzten, Seelsorgern und Betroffenen. Ersthelfer, die in diesen Fällen vor Ort sind, haben oft schwere Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört unter anderem, wen sie zuerst retten oder wer möglicherweise die größte Überlebenschance hat.

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Erstmals wurde in diesem Jahr die Veranstaltung von zwei neuen Moderatoren seitens der Kreispolizeibehörde Olpe begleitet und neu aufgelegt. Meike Neuhaus und Julian Willmes haben die Veranstaltung mit neuem Material und in einem interaktiveren Format zum Teil umgestaltet. Sie standen nun in Olpe zum zweiten Mal als Team auf der Bühne der Stadthalle vor hunderten junger Menschen aus den weiterführenden Schulen und dem Berufskolleg. „Es ist eine Herausforderung, das Format nicht zu hart, aber auch nicht zu wenig ernst für die Jugendlichen zu veranstalten“, weiß Meike Neuhaus. „Vor allem fragt man sich, wie man sie mit dem Thema abholen kann“, machte sich auch Willmes zuvor Gedanken. Die Sorge erwies sich für den Polizeihauptkommissar allerdings als unbegründet: „Als sich bei unserem Fallbeispiel alle Köpfe gleichzeitig mitdrehten, wusste ich: Alle sind dabei. Sie wollen das hören, was wir ihnen erzählen“, resümiert er.

Lebenswichtige Entscheidungen

In ihren Beiträgen machten die Protagonisten deutlich, wie lebenswichtig es ist, richtige Entscheidungen bei der Teilnahme im Straßenverkehr zu treffen. Dazu gehört, auf Alkohol oder Rauschmittel zu verzichten, als Beifahrer klar äußern, wenn man sich unsicher fühlt – und gegebenenfalls auch auszusteigen. Konzentriertes Fahren ohne Ablenkung und in angemessener Geschwindigkeit, so die Polizei, sind für eine sichere Fahrweise essenziell. Die Wirkung eines Sicherheitsgurtes sollte im Falle eines Unfalls ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Um das zu vermitteln setzt die Polizei bei jungen Verkehrsteilnehmern an, um entsprechend zu sensibilisieren und Hauptunfallursachen zu bekämpfen. „Wenn wir nur einen kleinen Teil unserer Zuschauer heute erreicht haben, haben wir etwas gewonnen“, ist sich Meike Neuhaus sicher.