Seit einigen Stunden blickt die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung auch offiziell auf die nächsten Monate, obwohl in den kommenden Wochen bis zur Sommerpause noch Musiktermine an der Wetterstraße anstehen. Vor wenigen Tagen hat die bekannte Einrichtung in Herdecke das Programm für die Saison 2026/2027 veröffentlicht. Das Motto für die neue Spielzeit lautet: „Große Kunst braucht keine Großstadt“.

Verschiedene Musikrichtungen

Ab September will die Dörken-Stiftung im Werner-Richard-Saal laut eigener Darstellung wieder „eine kulturelle Entdeckungsreise voller musikalischer Sternstunden, inspirierender Begegnungen und außergewöhnlicher Künstlerpersönlichkeiten“ anbieten. Die Herdecker Kulturförderer (es folgt noch etwas Werbesprech) setzen auf hochkarätige Klassik, feinsinnigen Jazz, Weltmusik voller Fernweh, spannende Lesungen sowie Familienveranstaltungen mit Herz und Humor.

Zwei Jubiläen

Seit dem 30. Mai (dem Geburtstag des 1987 verstorbenen Stifters Werner Richard) liegt das neue Programmheft vor. Darin geht es auch um zwei Jubiläen: Seit 25 Jahren bestehen sowohl die Weltmusikreihe als auch der Werner-Richard-Saal, aus diesem Anlass folgt am 20. November ein großes Konzert mit der Verbindung von verschiedenen Stilrichtungen. Hier weitere Höhepunkte in der kommenden Saison:

Jazzliebhaber können sich den Angaben zufolge auf das charismatische Trio von und mit Dieter Ilg (einer der bedeutendsten europäischen Jazzbassisten) freuen. Ebenso verspricht das Duo Viktoria Tolstoy und Jacob Karlzon einen Abend voller Eleganz, Melancholie und nordischer Klangmagie. Auf Weltmusik-Fans wartet mit Quadro Nuevo ein Ensemble, das seit Jahren für musikalische Sehnsuchtsorte, mediterrane Klanglandschaften, Tango, Jazz und globale Rhythmen steht. Hinzu kommen Konzerte mit faszinierende Klangwelten aus Kuba, Irland, Kamerun und Kap Verde – Musik, die Horizonte öffnet und Kulturen verbindet, wie die Dörken-Stiftung schreibt.

Musik, Lesung, Konzert
Das neue Programm der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung für die Spielzeit 2026/2027 liegt vor: In Herdecke tritt an der Wetterstraße unter anderem der Schauspieler Ulrich Noethen mit einer Konzertlesung am 19. September auf.© WP | Veranstalter

Auch die Literaturliebhaber dürfen sich demnach freuen: Schauspieler Ulrich Noethen (unter anderem bekannt geworden durch den Film über die Comedian Harmonists aus dem Jahr 1997) gastiere mit einer ebenso humorvollen wie pointierten Lesung im Richard-Saal. In der Klassik setzen Herdeckes Kultur-Förderer ihre Tradition fort, internationale Spitzenensembles und herausragende Nachwuchskünstler an die Wetterstraße zu holen. Besonders gespannt sind die Organisatoren auf den Abend mit Spark: Die Gruppe überschreite mühelos, modern und energiegeladen die Grenzen zwischen Klassik, Avantgarde sowie Crossover.

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Als weiteren Höhepunkt bezeichnet die Dörken-Stiftung den Skulpturenpark „Ruhr 26“. In diesem Jahr präsentieren gleich fünf Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten, sie verwandeln das Gartengelände „in einen inspirierenden Ort“. Auch Familien wollen die Programm-Verantwortlichen im Blickfeld behalten. Unter dem Titel „Sing mal mit der Maus“ bietet das WDR-Rundfunkorchester ein Mitmachkonzert an, das Generationen verbinden und Kinder wie Erwachsene gleichermaßen begeistern soll. Motto: Musik zum Mitsingen, Mitlachen und Staunen.

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Ein besonderes Anliegen bleibe die Förderung junger Menschen: Schülerinnen, Schüler sowie Studierende erhalten bei allen stiftungseigenen Veranstaltungen freien Eintritt. Zugleich soll auch das Programmheft (das steht im Internet zum Herunterladen bereit und liege auch im Rathaus beziehungsweise Bürgerbüro der Stadt Herdecke aus) für die Saison 2026/27 signalisieren: Die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung bleibe sich treu und will kulturelle Qualität in persönlicher Atmosphäre zugänglich machen.

Seit einigen Stunden läuft der Vorverkauf für die Spielzeit, die nach einer Gastausstellung im Juli dann am 12. September beginnt und am 23. Mai 2027 endet. Da viele Veranstaltungen regelmäßig frühzeitig ausgebucht seien, sollten sich Interessierte nach Angaben der Stiftung rechtzeitig Karten (etwa online auf www.doerken-stiftung.de) sichern. gerb