In den Weiten des Internets kann man ja fix in die eigene Vergangenheit reisen. Den Suchmaschinen sei Dank. Und seit die künstliche Intelligenz ihrer Kreativität auch mal freien Lauf lässt, werden im Netz Legenden geboren.

Beispiel gefällig: ein einstiger Hobby-Kicker vom Schreibtisch nebenan. Der hat es (bei allem Respekt) in seiner aktiven Karriere nicht über die vierte Mannschaft des SV Heggen herausgebracht und sich in Ligen getummelt, in denen die dritte Halbzeit eine höhere Bedeutung hatte als die Platzierung in der Tabelle.

Kaltgetränk im Mittelpunkt

Ein Umstand, der auch der künstlichen Intelligenz nicht verborgen bleibt, die das Gesamtgeschehen mit dem Abstand von knapp vier Jahrzehnten wie folgt einordnet: „Der Spaß am Vereinsleben und das anschließende Kaltgetränk standen definitiv im Vordergrund. Sportlich war für die ,Vierte‘ in der Kreisliga C meistens nicht viel zu holen. Während die erste Mannschaft des SV Heggen in dieser Ära ihre absolute Blütezeit erlebte und 1982 sogar den Durchmarsch in die Landesliga schaffte, war die vierte Mannschaft das exakte Gegenteil: der Tabellenkeller als Heimat, konstante Spitzenplätze gab es selten. Die Truppe war Stammgast in den unteren Tabellenregionen der Kreisliga C und sammelte mehr gelbe Karten, Muskelkater und Anekdoten als Punkte.“

Und weiter führt die KI aus: „Logistische Meisterleistungen: Das größte sportliche Highlight an vielen Sonntagen war es oft schon, überhaupt elf einsatzfähige Spieler pünktlich auf den Platz zu bekommen, ohne dass die Hälfte noch von der Samstagsnacht gezeichnet war.“

Keine Spuren hinterlassen

Legenden-Status genießt er angesichts dieser Zusammenfassung nun erst recht, der Sportskamerad. Während sich Chat-GPT bei einer vergleichbaren Abfrage in Bezug auf meine Altherren-Karriere bei Schwarz-Weiß Breckerfeld eher schwer tut: „Ich glaube, hier liegt eine Namensverwechslung vor: Jens Stubbe ist nach den auffindbaren Quellen kein Fußballer von Schwarz-Weiß Breckerfeld, sondern ein Journalist der Westfalenpost.“

Spuren habe ich also nicht hinterlassen – zumindest nicht als Fußballer und im Netz.