Wer wissen will, was wirklich vor der eigenen Haustür passiert, der kommt am Lokaljournalismus nicht vorbei. Während globale Schlagzeilen das Weltgeschehen einordnen, ist es unsere lokale WESTFALENPOST-Redaktion, die den Alltag in den Städten Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm sichtbar macht. Entscheidungen im Stadt- oder Kreistag, Entwicklungen in den Schulen und Kitas, Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern oder Schicksale, die berühren – eine Lokalzeitung ist mehr, als nur ein Informationsmedium. Sie ist das Gedächtnis, das Korrektiv und oft auch das Sprachrohr einer Region. Kurz: Lokaljournalismus ist demokratische Grundversorgung im Alltag. Deswegen feierte die WESTFALENPOST am Dienstag, 5. Mai, den Tag des Lokaljournalismus und lud Bürger, Vereine und Institutionen in die Redaktion ein, um über Themen zu sprechen.

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Friedhelm Kreft, Vorsitzender des Bezirksverbandes Westfalen Mitte-Süd der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, nutzte den Tag des Lokaljournalismus, um den Redakteuren und freien Mitarbeitern zu danken. „Danke für die Orientierung, die Sie den Menschen in ihrem direkten Lebensumfeld geben – im Ennepe-Ruhr-Kreis und der Region. Danke fürs Hingucken. Dafür, dass Sie allen, die Entscheidungen treffen, die in öffentlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen Verantwortung tragen, auf die Finger gucken. Danke für das Nah-dran-sein und für Ihre Geschwindigkeit und Sorgfalt“, erklärte Friedhelm Kreft.

Auf einen Besuch in der Redaktion schaute Ingo Niemann, Pressesprecher des Ennepe-Ruhr-Kreises, vorbei. Niemann ist mit seinem Team regelmäßig ein wichtiger Ansprechpartner für unsere Redaktion. Mit dem Schwelmer tauschten wir uns über das Hallenbad in der Kreisstadt aus, wer die bessere Kirmes ausrichtet – Gevelsberg oder Schwelm? – oder die Gebühren für den Rettungsdienst. Auch die Sanierung des Kreishauses war natürlich Thema.

Unsere Leserin Silke Büchsenschütz informierte uns schon vorab über ein Thema: Unrat und nächtliche Feiern im Naturschutzgebiet Meininghausen. Ausgangspunkt sei der dortige Wanderparkplatz. Büchsenschütz fragt: „Dieser Wanderparkplatz ist nur über zwei offizielle Zufahrten zu erreichen. Beide Zufahrten sind gekennzeichnet durch das Verkehrsschild: Durchfahrt verboten – Anlieger frei. Warum gibt es dort also einen Wanderparkplatz? Welchen Sinn haben diese Verkehrsschilder?“ Wir schauen uns das Thema näher an. Denn ohne den Lokaljournalismus würde vieles, was das Leben vor Ort unmittelbar prägt, unbemerkt bleiben.

Die WP-Redakteurinnen Carmen Thomaschewski (links) und Alisa Schumann sprachen mit Schwelms Bürgermeister Stephan Langhard über den Redaktionsalltag und das Stadtgeschehen.
Die WP-Redakteurinnen Carmen Thomaschewski (links) und Alisa Schumann sprechen mit Schwelms Bürgermeister Stephan Langhard über den Redaktionsalltag und das Stadtgeschehen.© Alisa Schumann | Alisa Schumann

Hoher Besuch kam aus dem Schwelmer Rathaus: Bürgermeister Stephan Langhard kam gemeinsam mit Pressesprecherin Heike Rudolph in der Redaktion vorbei und gratulierte dem Team mit Kuchen zum Tag des Lokaljournalismus. Im Gespräch betonte er die Wichtigkeit einer lokalen Zeitung, ist sich aber auch bewusst, dass es heute oftmals schwieriger wird, die Aufmerksamkeit der Leser zu haben und zu halten. Auf die Frage, was er gerne mehr in der Zeitung lesen wollen würde, sagte Langhard: „Serien-Formate finde ich immer gut.“

Redakteurin Alisa Schumann erklärt Julian Heidenreich, Ferdinand Brauckhoff und Stefan Beyer (von links), wie die Zeitung entsteht.
Redakteurin Alisa Schumann erklärt Julian Heidenreich, Ferdinand Brauckhoff und Stefan Beyer (von links), wie die Zeitung entsteht.

Stefan Beyer und Ferdinand Brauckhoff aus Schwelm-Linderhausen machten sich ebenfalls auf den Weg in die Redaktion und nutzten die Chance, Fragen zu stellen. Brauckhoff wünscht sich mehr Geschichten aus Schwelm im Blatt und Stefan Beyer brachte unter anderem die Anregung einer Bekannten mit, die sich mehr kulturelle Berichterstattung in der Zeitung wünscht. Im Anschluss zeigte Redakteurin Alisa Schumann den Besuchern, mit welchen Redaktionssystemen heute die Zeitung von morgen beziehungsweise die Online-Ausgabe entsteht.

Heike Rudolph, die Pressesprecherin der Stadt Schwelm, schaute auch im Büro vorbei.
Heike Rudolph, die Pressesprecherin der Stadt Schwelm, schaute auch im Büro vorbei.© WP | Carmen Thomaschewski

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Andreas Gruber, Chef vom Dienst in der WP-Redaktion EN-Süd, erklärt Leserin Susanne Sänger, wie unsere Artikel in die Print- oder Onlineausgabe kommen.
Andreas Gruber, Chef vom Dienst in der WP-Redaktion EN-Süd, erklärt Leserin Susanne Sänger, wie unsere Artikel in die Print- oder Online-Ausgabe kommen.© Alisa Schumann | Alisa Schumann

Susanne Sänger wünscht sich mehr Inhalte über das Vereinsleben in unseren Städten. Sie findet, dass die Lokalpresse außerdem mehr über wichtige Themen wie zum Beispiel Einsamkeit berichten sollte. Andreas Gruber, Chef vom Dienst der Redaktion, gewährte Susanne Sänger einen Blick hinter die Kulissen und erklärte, wie die Zeitung von morgen entsteht beziehungsweise wie Artikel in Sekundenschnelle online erscheinen.

Tag des Lokaljournalismus: Viele Menschen informierten sich in unseren Redaktionsräumen über unsere Arbeit.
Jürgen Senge, Mitglied der Schwelmer Linken, lässt sich von Redakteurin Carmen Thomaschewski erklären, wie die aktuellen Seiten aussehen. © WP | Alisa Schumann

Jürgen Senge, Mitglied der Schwelmer Linken, informierte sich über die Arbeitsabläufe in der Lokalredaktion. Er nutzte auch die Gelegenheit, sich bei den Kolleginnen und Kollegen zu bedanken, dass sie sich auch kritisch mit den Themen in den Städten Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal auseinandersetzen würden. „Pressefreiheit ist wichtig“, betonte er, und dass Lokaljournalismus unverzichtbar sei.