Eigene Kinder als Geiseln – Dortmunder wegen Bedrohung vorbestraft
Dortmund.Ein Dortmunder (51) hat am Dienstag auf einen Polizisten geschossen und sich mit seinen Kinder verschanzt. In der Nacht gab er auf. Alle Infos im Newsblog.
Die Dortmunder Polizei rückte am Dienstagabend (2. Juni) zu einem Großeinsatz auf den Höchsten aus – einer der besseren Wohngegenden im grünen Dortmunder Süden. Die Frau eines 51-Jährigen hatte den Notruf wegen eines „Hilfeersuchens“ gewählt, erklärte die Polizei. Im Verlauf des Einsatzes schoss der Mann einen Polizisten an. Der Beamte wurde am Oberkörper getroffen, aber seine Schutzweste verhinderte Schlimmeres. Er wurde leicht verletzt. Der Schütze verschanzte sich mit seinen drei Kindern in einer Wohnung an der Wittbräucker Straße. Seine Frau wurde seelsorglich betreut und weggebracht. Gegen 3.30 Uhr gab der Mann auf und kam vor die Tür. Die Kinder kamen in Obhut des Jugendamtes.
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Die Polizei war ihren ersten Angaben nach um 19.15 Uhr zu dem Wohn- und Geschäftshaus an der Wittbräucker Straße gerufen worden. Polizeisprecher Tobias Boccarius berichtete, eine Frau habe den Polizeinotruf 110 gewählt, wegen eines „Hilfeersuchens“. Als Polizeibeamte vor Ort eintrafen, habe ein Mann auf die Polizisten geschossen - dies sei gegen 19.37 Uhr passiert.
Mann schießt auf Polizisten und verschanzt sich in Dortmund
Ein Polizeibeamte wurde getroffen; seine schutzweste verhinderte Schlimmeres, berichtete die Polizei. Die Polizisten hätten einen Warnschuss abgegeben, berichtete die Polizei später in einer Mitteilung. Daraufhin habe sich der Mann in der Wohnung verschanzt. Der Polizist, der getroffen worden war, wurde zum Glück nur leicht verletzt und kam in ein Krankenhaus.
In der Folge rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an Kräften an, darunter auch Spezialeinsatzkräfte. Gegen 21.15 Uhr sei die Ehefrau des Mannes außerhalb der Wohnung angetroffen worden; Rettungskräfte hätten sie versorgt, später wollte die Polizei sie befragen Aber auch noch gegen Mitternacht war laut Polizei unklar, ob sich der 51-jährige Serbe alleine in der Wohnung befindet oder seine drei Kinder bei ihm sind.
Polizei-Verhandler überreden Tatverdächtigen sich zu stellen
Gegen 2 Uhr meldete die Polizei einen Fortschritt, man habe Kontakt zu dem Mann: „Es sind Verhandler vor Ort“, hieß es. Details teilte die Polizei nicht mit. Eineinhalb Stunden später, gegen 3.20 Uhr, kommt Bewegung in den Fall. Offenbar ist es der Polizei gelungen, die Situation zu deeskalieren. „Der 51-jährige Dortmund ist freiwillig vor die Tür getreten“, sagte Polizeisprecher Tobias Boccarius, und sei vorläufig festgenommen worden. „Die wichtigste Nachricht: Die Kinder sind wohlauf“, sagte Boccarius.
Polizei stand mehrere Stunden mit Verdächtigem in Kontakt
Später erläuterte der Sprecher, wie es gelungen sei, den Mann zur Aufgabe zu überzeugen. Speziell trainierte Einsatzkräfte seien über Stunden im Austausch mit dem 51-Jährigen gewesen. Sie hätten ihn dadurch schließlich bewegen können, freiwillig vor die Tür zu treten und sich widerstandslos festnehmen zu lassen.
Was genau in der Wohnung passierte, bevor der Schütze auf die Polizisten schoss, und was sich in der Folge in der Wohnung abspielte, muss nun ermittelt werden, sagte Polizeisprecher Boccarius am frühen Morgen.
Laut einem Bericht der „Bild“ soll der 51-Jährige in einem Dortmunder Restaurant randaliert, Gäste bedroht und Pfefferspray versprüht haben und anschließend mit einem Auto geflüchtet sein. Als die Polizei ihn aufhalten wollte, habe er durch die Scheibe geschossen und den Beamten getroffen. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich am Morgen auf Nachfrage zu dem Sachverhalt nicht äußern
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