Schon von außen ist dem Café de Lokma anzusehen: Die Inhaber möchten gezielt junge Menschen als Kundinnen und Kunden gewinnen. Der bunte Schriftzug über dem Lokal leitet das knallig-pinke Ambiente ein, das im Inneren auf die Gäste wartet. Ein Teil der Wand ist bedeckt mit Rosen, ein anderer mit rosafarbenen Teddybären, von denen der größte auf einem Stuhl im Café sitzt, während Frida Kahlo auf einem Portrait darüber Cocktails am Meer schlürft. Alles hier an der Kleppingstraße Hausnummer 10 schreit: Mach ein Video für TikTok – auch das kulinarische Angebot.
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Dortmunder Café setzt auf virale Food-Trends
„Wir haben viele verschiedene Spezialitäten“, sagt Mitarbeiter Rüstem Ketfo. „Natürlich gibt es hier die beliebten Lokma.“ Die frittierten Teigbällchen werden gefüllt serviert und können mit verschiedensten Toppings bestellt werden. Der Nachtisch stammt aus dem Nahen Osten und landet oft in der Türkei und Griechenland auf dem Tisch. Das „Café de Lokma Spezial“ mit Sauce und Toppings wie Erdbeeren und Oreo-Keksen kostet 11,95 Euro.
Hier ist alles auf Süßspeisen ausgerichtet. Auf der Karte stehen deshalb auch Kuchen, Churros und Waffeln. Aber auch Crêpes in verschiedensten Varianten: Standard-Crêpe, Spaghetti-Crêpe und Sushi-Crêpe. Dazu gibt es frische Erdbeeren mit Schokoladensauce, die dem Borough Market in London nachempfunden sein sollen. In jedem Café mit der Zielgruppe dürfen natürlich auch die Cedric Grolet Früchte nicht fehlen, die auf den ersten Blick wie Früchte aussehen – auf den zweiten jedoch kleine Torten sind.
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Ebenfalls auf der Karte stehen verschiedene Eistees, Cocktails und selbstverständlich: Matcha. Letzterer wandert für 5,95 Euro über die Theke. Einen klassischen Kaffee bestellt hier wohl niemand. Dafür wirbt das Café Boonoo gleich nebenan mit nachhaltigen und eigens gerösteten Kaffee-Bohnen.
Café Boonoo eröffnet den dritten Standort neben Hagen und Herdecke
„Das Kaffeerösten ist ein sensibler und präziser Prozess, der den Geschmack und das Aroma maßgeblich beeinflusst“, heißt es schon auf der Website des Cafés. Hier ist der Fokus eindeutig: hochwertiger Kaffee. Den Namen hat das Café an der Kleppingstraße 20 von laut eigenen Angaben von einem „persischen Gelehrten“. Dieser soll Kaffee mit dem Namen „Boonoo“ genutzt haben, um die Stimmung seiner depressiven Patienten aufzubessern. Die Messlatte liegt also hoch!

Das Café Boonoo hat bereits zwei Standorte neben dem neuen in Dortmund: in Hagen und Herdecke. Es setzt auf eigens gerösteten Kaffee „mit einem speziellen Gasröster“ und betont den Nachhaltigkeitsaspekt der Verpackungen, die man für durchschnittlich 10 Euro auch im Café an der Kleppingstraße kaufen kann. Im Grunde ist es ein Mix aus Geschäft und Café.
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Sham Metwalli, die Managerin der Dortmunder Filiale, steht hinter der großen Theke, die mit hölzernen Lamellen verkleidet ist. Die junge Frau bereitet für uns einen Cappuccino mit der Siebträgermaschine zu, den sie am Ende mit Latte-Art verziert. Gäste zahlen hierfür 3,90 Euro.
Doch auch Smoothies und süße Speisen, wie Tiramisu und verschiedene Kuchen, stehen auf der Karte. Wer lieber etwas Deftiges möchte, kann sich ein Sandwich (6,90 Euro) oder Quesadilla (4,90 Euro) bestellen. Matcha gibt es auch – zum selben Preis wie im Café de Lokma.

Anders als bei dem TikTok-Café nebenan sind nicht nur Sitzplätze im Inneren, sondern auch im Außenbereich aufgebaut. Die gemütliche Atmosphäre durch die verschiedenfarbigen Holz-Möbel eignet sich optimal, um kurz eine Pause einzulegen. Doch das gilt für beide neuen Cafés an der Kleppingstraße.



