Diese Warnung vor extremer Hitze ist amtlich: Am Freitag ab 11 Uhr können die gefühlten Temperaturen im Ruhrgebiet über 38 Grad steigen, meldet der Deutsche Wetterdienst. Schon am Donnerstag werden sie über 32 Grad erreichen. „Gefühlt“ heißt dabei: Auch Schwüle, Wind und Sonneneinstrahlung fließen in die Berechnung der Wärmebelastung ein. Die tatsächlichen Temperaturen liegen meist etwas darunter. Aber über 30 Grad werden wir wohl in den nächsten Tagen regelmäßig sehen.
Die Zahl dieser heißen Tage hat bereits zugenommen und wird laut Klimamodellen weiter steigen. Der Hitzestress für Menschen nimmt zu. Darum haben bereits viele Städte interaktive Karten mit „kühlen Orten“ veröffentlicht. Nun gibt es ein solches Angebot auch für das gesamte Ruhrgebiet unter kuehleorte.geoportal.ruhr. Hier kann man zum Beispiel nachschauen, wie kühl die eigene Straße ist und wie der Stadtteil aufgestellt ist.
Wann wird‘s mal wieder richtig schattig?
Die Erkenntnis, dass Bäume und Wasser für ein angenehmeres Klima sorgen, mag trivial anmuten – aber wem der Ausflug zu heiß wird, ist vielleicht für die Information dankbar, wo er in der Nähe schattige Aufenthaltsflächen findet. „Vor allem vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit Vorerkrankungen können von den bereitgestellten Informationen profitieren“, schreibt der Regionalverband Ruhr zu seinem neuen Angebot. Dieses bietet allerdings noch ein paar Informationen mehr.
Öffentliche Trinkbrunnen sind ausgezeichnet, ebenso wie Orte, an denen man seine Trinkflasche mit Leitungswasser nachfüllen kann. Die teilnehmenden Geschäfte und Institutionen haben sich im „Refill“-Netzwerk zusammengeschlossen. Aber auch Wasserspielplätze sind getrennt von normalen Spielplätzen ausgewiesen, ebenso wie Kioske, an denen man ein kühles Getränk bekommt. Und wer akut unter der Hitze leidet, kann mit der Karte einfach die nächste Kirche oder das nächste Einkaufszentrum als kühle Zuflucht finden. Oder ein Schwimmbad.
Tatsächlich wird es nicht nur im Süden Deutschlands besonders heiß. Gerade in Städten, insbesondere in Gewerbegebieten und Ballungsräumen, wird es schnell noch heißer, als die Wettervorhersage angibt. Aber auch aufgrund seiner Lage sind zumindest die westlichen Teile des Ruhrgebiets oft besonders warm. Freiburg zum Beispiel hat deutlich mehr Sonne; bei der Jahresmitteltemperatur liegen Freiburg und Duisburg trotzdem sehr nah beieinander. So wurde der bisherige Temperaturrekord am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen: 41,2 Grad zeigte das Thermometer damals an.



