- Der SWR stellt die Acts vor, die im Mai 2026 in Wien für Deutschland beim ESC antreten könnten.
- ESC-Vorentscheid: Unter den Talenten sind zwei junge Frauen aus NRW.
- Tatsächlich haben die Künstlerinnen aus NRW eine Gemeinsamkeit.
Bis zum Eurovision Song Contest selbst ist noch Zeit: Die Show findet erst am 16. Mai in Wien statt. Der deutsche Vorentscheid wird aber bereits im Februar ausgetragen: Wen schickt Deutschland 2026 zum ESC? Der SWR hat nun die Acts bekannt gegeben.
Unter den Musikern, die am 28. Februar um einen Platz bei der 70. Ausgabe des Eurovision Song Contests kämpfen, finden sich auch Talente aus NRW. Wer sind die Künstlerinnen? Und was haben sie gemeinsam?
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Die bekannteste Teilnehmerin des ESC-Vorentscheids 2026: Sarah Engels
Sarah Engels, die 2011 mit gerade einmal 17 Jahren durch die RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt wurde, stammt aus Köln. „Wenn man mich gefragt hat, was ich mir in meiner Karriere noch erträumen würde, war der ESC immer vorne mit dabei. Man hat einfach auf den passenden Moment gewartet und den passenden Song“, sagte Engels der Deutschen Presse-Agentur.

Die 33-Jährige tritt mit dem Song „Fire“ an, der von der Befreiung aus belastenden Situationen erzählt und dazu ermutigen will, für sich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen und den eigenen Träumen zu folgen.
Die Sängerin kann mit Vielseitigkeit auftrumpfen: Vom 2. Platz bei „Let’s Dance“ über ihre Siege bei „Das große Promibacken“, „The Masked Singer“ und „Dancing on Ice“ hin zu Erfahrungen als Moderatorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Seit November 2025 verkörpert sie „Satine“ im erfolgreichen Musical „Moulin Rouge“ in Köln.
Beim ESC-Vorentscheid 2026: „The Voice of Germany“-Gewinnerin Malou Lovis
Auch sie könnten Liebhaber von Castingshows kennen: Malou Lovis gewann 2023 die 13. Staffel von „The Voice of Germany“. Aufgewachsen ist die heute 26-Jährige im Münsterland, genauer gesagt in der Gemeinde Wettringen.

Nach ihrer Teilnahme an „The Voice“ begleitete sie ihre Coaches Bill und Tom Kaulitz als Support-Act auf der Europatour von Tokio Hotel. Die 26-Jährige will in ihrem Song „When I‘m With You“ emotionale Tiefe mit moderner Pop-Ästhetik verbinden.
Darin erzählt Malou Lovis von einer intensiven Liebesgeschichte, die für sie persönlich in der Verbindung zwischen zwei Frauen verwurzelt ist. So thematisiert sie das Queersein und setzt damit ein klares Zeichen gegen Homophobie und Ausgrenzung und für Diversität.

Sowohl Malou Lovis als auch Sarah Engels traten im Finale der beiden größten deutschen Castingshows auf. Sängerin Malou holte bei „The Voice of Germany“ zwar den Titel nach Hause, Engels blieb jedoch die wohl bekannteste Zweitplatzierte der Show „DSDS“.
ESC-Vorentscheid 2026: So läuft das deutsche Finale ab
Im ersten Schritt bewertet am 28. Februar bei „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026“ eine internationale Jury aus Musikexpertinnen und -experten die neun Acts und wählt ihre drei Favoriten.
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Im zweiten Schritt entscheidet allein das Publikum, welcher dieser drei Acts das Ticket für den ESC erhält. Die ARD-Federführung für den ESC liegt beim SWR, nachdem der NDR diese Funktion im vergangenen Jahr abgegeben hatte.
ESC-Vorentscheid: Das sind die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten
Barbara Schöneberger und Hazel Brugger werden in Berlin erstmals gemeinsam als Moderatorinnen auftreten, wenn Sarah Engels, Malou Lovis und diese Teilnehmenden auf der Bühne stehen:
- Ragazzki: Hinter dem Duo stecken YouTuber Marti Fischer („Barbaras Rhabarberbar“) und David „Miirtek“ Starosciak. Ihr Gute-Laune-Song „Ciao Ragazzki“ ist ein Mix aus Italo-Pop und osteuropäischen Beats.
- Myle: Der Deutsch-Amerikaner begleitete bereits Popmusiker wie Wincent Weiss, Kamrad und Alvaro Soler auf ihren Tourneen und tritt mit dem gitarrenlastigen „A Ok“ an.
- Molly Sue: Die Norddeutsche stand bereits 2014 bei „The Voice Kids“ im Team von ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut. Im Popsong „Optimist (Ha Ha Ha)“ singt sie über innere Ängste.
- wavvyboi: Simon Vogt-Grande ist mit seinen langen Haaren, Handtattoos und ausgefallenen Klamotten sicher der optisch auffälligste Kandidat. „Black Glitter“ feiert Diversität und verbindet harte Gitarrenriffs mit epischem Gesang.
- Dreamboys The Band: Die vier Künstlerinnen, die sich Jo The Man The Music, Philippa Kinsky, VILLFORTH und Nina Caroline nennen, machen schon länger solo Musik und haben sich in Berlin als Band gefunden. Ihr ESC-Beitrag: der Indie-Pop-Song „Jeanie“.
- Laura Nahr: Nach einem Studium in London zog die Songwriterin vor einigen Wochen nach Berlin. In „Wonderland“ beschreibt sie das Gefühl ihrer Generation, zwischen Aufbruch und Überforderung festzustecken.
- Bela: Der Songwriter macht seit Teenie-Zeiten Musik, arbeitete lang im Hintergrund und singt in „Herz“ über den Versuch, in der Welt eines anderen Menschen Platz zu finden, obwohl sie ganz anders ist.
(mit dpa)




