„Die Jugendlichen von heute sind deutlich interessierter an Politik, als manchmal angenommen wird.“ Das hat Sunderns Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila festgestellt.

Die Stadt Sundern lädt aus diesem Grund gemeinsam mit der Volkshochschule Arnsberg/Sundern für Mittwoch, 14. Oktober, um 18.30 Uhr zu einem Informationsabend in der Aula der Realschule ein. Der Politikwissenschaftler Professor Dr. Mathias Albert von der Universität Bielefeld wird an diesem Abend die Ergebnisse der sogenannten Shell-Studie vorstellen. Hierbei handelt es sich um eine empirische Untersuchung der Einstellungen, Werte, Gewohnheiten und des Sozialverhaltens von Jugendlichen in Deutschland. Es gibt sie seit 1953 - und sie findet alle vier bis fünf Jahre statt.

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Die Studie zeigt, welchen Herausforderungen und Unsicherheiten die junge Generation begegnet. Wirtschaftliche Perspektiven, Bildungschancen, der Klimawandel oder die soziale Gerechtigkeit spielen dabei eine Rolle. Wissenschaftler Mathias Albert ist Mitautor der Shell-Studie und kennt die Daten genau. „Wir freuen uns sehr, ihn für einen Vortrag gewonnen zu haben. Er wird dabei auch aktuelle Bezüge zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Demokratie nehmen. Und auch die Ergebnisse der Pisa-Studie werden eingeordnet“, sagt Dr. Tobias Schulte.

Der Leiter der VHS Arnsberg/Sundern moderiert gemeinsam mit Anna Steiner aus dem Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Sundern die Veranstaltung. Während die Shell-Studie einen allgemeinen Blick auf Wünsche, Sorgen und Nöte der jungen Generationen wirft, gibt es auch noch den Fokus auf Sunderns Jugend. Was braucht eine Stadt, damit junge Menschen sich wohlfühlen und verbunden sind? Welche Perspektiven und Möglichkeiten machen den Ort interessant, um hier leben und arbeiten zu wollen? Darüber diskutiert eine Runde aus im Anschluss an den Vortrag.

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„Wir möchten diskutieren, welche Konsequenzen sich daraus für Politik, Verwaltung, Vereine und Zivilgesellschaft ergeben“, so Tobias Schulte. Neben Gastredner Mathias Albert nehmen an der Diskussion Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila, Martin Barthel, Rektor des Gymnasiums Sundern, Lina Harnischmacher vom Jugendbüro der Stadt, Lars Dünnebacke, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Sundern, sowie zwei Schüler des Gymnasiums teil.

Lina Harnischmacher registriert im täglichen Austausch mit den Sunderner Jugendlichen, wie sehr diese sich mit politischen Themen befassen. „Natürlich geht es auch um Themen wie berufliche Perspektiven oder das Vertreten von Meinungen.“ Seit November 2025 ist Harnischmacher Teil des Jugendbüros. „Wir blicken dem Bau des neuen Kinder- und Jugendtreffs mit Spannung entgegen. Dort werden künftig unsere Büros sein, um noch mehr Kontakt zur jungen Generation zu haben.“

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Generell sei es auch die Aufgabe der vier Mitglieder des Jugendbüros, die jungen Menschen zu bestärken, kritisch auf politische Themen zu blicken und die Quellen ihrer Informationen genau zu überprüfen. „Für viele sind die sozialen Medien die Plattformen, auf denen sie sich Informationen einholen. Wir geben Hinweise, worauf sie dabei achten sollten“, so Harnischmacher.

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Das Vereinsleben oder die ehrenamtliche Arbeit spielen ebenso eine große Rolle beim Nachwuchs in Sundern. „Das ist sicherlich aufgrund der ländlichen Strukturen ein Unterschied zu den Großstädten“, sagt die Mitarbeiterin der Verwaltung.

Bürgermeisterin Bila ist daneben auch die Beteiligung der jungen Generation wichtig. „Wenn wir über die Zukunft Sunderns sprechen, müssen wir darüber sprechen, welche Perspektiven junge Menschen hier haben. Dabei reicht es nicht, nur zu fragen, was Jugendliche von ihrer Stadt erwarten. Wir müssen genauso darüber diskutieren, wie echte Beteiligung aussehen kann und wo junge Menschen selbst Verantwortung übernehmen können“, betont sie. „Mir ist wichtig, die jungen Menschen ernstzunehmen!“

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Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich nicht nur an Jugendliche, sondern an alle, die die Zukunft Sunderns mitgestalten und die das Thema interessant finden. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung (Kursus Nr. 100-200) vorab wird aus organisatorischen Gründen gebeten unter Tel. 02933/9099506 oder per E-Mail an vhs@vhs-arnsberg-sundern.de. Tobias Schulte sagt hierzu: „Kurzentschlossene sind auch ohne vorherige Anmeldung herzlich willkommen.“