Er muss es wissen: Dr. med. Meinolf Hanxleden ist ein erfahrener Mediziner - war lange Zeit Chefarzt der Geriatrie im St. Johannes-Hospital des Klinikums Hochsauerland. Über Vorteile von Rehasport in Verbindung mit Kraftsport hat er jetzt rund 40 Reha-Sportlerinnen und -Sportler des Turnvereins Arnsberg (TVA) informiert.
Der Ort war gut gewählt., denn Dr. Hanxleden ist selbst Mitglied des TVA - und regelmäßiger Nutzer der Individualsportfläche, die im TVA-Sportbahnhof auch für Kraftsport genutzt wird. Wie lautet seine Botschaft?

Kraftsport - ergänzend zum Rehabilitationssport - verbinde gezielten Muskelaufbau mit Bewegungsschulung, erklärt der frühere Jo-Ho-Chefarzt. Während Reha-Sport Schwerpunkte bei Kraftaufbau, Ausdauerverbesserung sowie Schulung der allgemeinen Beweglichkeit setze, ziele Kraftsport auf Verbesserung der Maximalkraft sowie Kraftausdauer. Weitere Argumente für den Reha-Sport aus Sicht des Mediziners:
Dieses Angebot fördere mentales, seelisches, kognitives und soziales Wohlbefinden - und trage außerdem dazu bei, Eigenverantwortlichkeit für die individuelle Gesundheit zu schulen.

Neuere Studien belegten - mit Blick auf Kraftsport - dessen „kurativen Effekt“ bei muskulären Verletzungen und Erkrankungen sowie einen schützenden Effekt bei altersbiologischen Abbauprozessen. Kraftsport reaktiviere schnelle Muskelfasern ebenso wie schlafende Muskelstammzellen (sogenannte Satellitenzellen), die neue Muskelmasse aufbauen. Zudem verbessere Kraftsport die Nerv-Muskel-Kommunikation.
„Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass es gesund ist, viele Muskeln zu haben“, war eine wichtige „Message“ an die Zuhörer während der Veranstaltung im Sportbahnhof. Warum? Muskeln kurbeln den Stoffwechsel an, schützen den Körper, insbesondere Knochen und Gelenke, senden heilsame Botenstoffe (Myokine) aus - und fördern die Herzgesundheit.
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Während Reha-Sport als sanfter Einstieg diene, bei dem Betroffene unter medizinischer Anleitung lernen, sich wieder richtig und angstfrei vor Schmerzen zu bewegen, setze Kraftsport genau dort an, wo Reha-Sport aufhört, denn: Ein Muskel brauche Widerstand, um zu wachsen, Knochen zu stärken und Gelenke dauerhaft zu entlasten. Die Vorteile der Kombination aus Reha-Sport und Kraftsport seien Gelenkschutz, nachhaltige Schmerzlinderung, mehr Sicherheit im Alltag und sichere Belastungsprogression.
Bildlich gesprochen: „Rehabilitationssport stärkt das Fundament, Kraftsport baut das Haus auf“, fasst Herbert Gillert den zentralen Aspekt der Vortragsveranstaltung zusammen - und hat ebenfalls eine Botschaft:
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„Positive Effekte des Kraftsports kommen natürlich nicht nur Teilnehmenden am Rehasport zugute“, meint das TVA-Vorstandsmitglied. Vielmehr könnten alle Altersklassen davon profitieren. „Hierfür bietet der TVA mit seinem modernen Gerätepark im Sportbahnhof die besten Voraussetzungen“, sagt Gillert. Hintergrund:;

Derzeit trainieren etwa 2600 Sportlerinnen und Sportler in sechs Abteilungen innerhalb des TV Arnsberg. Das vereinseigene Sportzentrum, der „Sportbahnhof“, ist ein Gebäude, das der TVA in Eigenregie gebaut hat und betreibt. Es beinhaltet ein Trainingszentrum mit einer Gerätetrainingsfläche, einer Individualtrainingsfläche und drei Kursusräume. Hinzu kommen Nass-/Sanitärbereich, Büroräume sowie ein Empfang.
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Der Sportbahnhof sei kein Fitnessstudio im herkömmlichen Sinn, „sondern eine auf Gesundheits- und Fitness-Sport ausgerichtete Einrichtung“, betont der TVA-Vorstand. Kontakt/Info: www.tvarnsberg.de




