Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Arnsberg setzt sich für eine Anpassung der Friedhofssatzung ein, um künftig die Errichtung von Gedenksteinen für Grabstätten ohne eigenen Grabstein – beispielsweise Baumgräber – zu ermöglichen. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion jetzt an den Rat gerichtet. Hintergrund ist das Engagement des Friedhofsvereins Bachum, der bereits seit geraumer Zeit einen solchen Erinnerungsort schaffen möchte. Das berichtet Jens Hahnwald für die SPD.
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Die SPD schlägt vor, die Friedhofssatzung dahingehend anzupassen, dass auf Friedhöfen, die durch Vereine oder ehrenamtliche Initiativen betreut und gepflegt werden, künftig Gedenksteine errichtet werden können. Voraussetzung soll sein, dass die jeweiligen Vereine die Verantwortung für Aufbau, Pflege sowie gegebenenfalls auch den Rückbau übernehmen. Gleichzeitig soll geprüft werden, wie ein solcher Gedenkstein gemeinsam mit dem Friedhofsverein auf dem Friedhof in Bachum umgesetzt werden kann.
„Alternative Bestattungsformen“
„Viele Menschen wünschen sich auch bei alternativen Bestattungsformen wie Baumgräbern einen konkreten Ort des Gedenkens.“, erklärt Niklas Latusek, stellvertretender Vorsitzender der SPD im Stadtrat. „Gerade Angehörige brauchen oft einen festen Platz, um Blumen niederzulegen oder innezuhalten. Ein gemeinsamer Gedenkstein kann dafür eine würdevolle Möglichkeit schaffen.“
Der Friedhofsverein Bachum bemüht sich bereits seit rund zwei Jahren um die Errichtung eines solchen Erinnerungsortes. Bislang sei dies jedoch aufgrund der geltenden Friedhofssatzung nicht möglich gewesen. Für die SPD-Fraktion zeigt dies, dass die bestehenden Regelungen an einigen Stellen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entsprechen.
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„Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch Vertrauen. Wenn Vereine bereit sind, Verantwortung für Pflege und Unterhaltung zu übernehmen, dann sollte die Stadt solche Initiativen unterstützen und nicht durch unnötige bürokratische Hürden ausbremsen.“ so Latusek weiter.
Die SPD betont zugleich, dass mit dem Antrag keine zusätzlichen Belastungen für die Stadt entstehen sollen. Gerade deshalb habe man bewusst vorgeschlagen, die Errichtung solcher Gedenksteine an die Voraussetzung zu knüpfen, dass Vereine oder ehrenamtliche Initiativen dauerhaft Verantwortung übernehmen. Damit könne eine praktikable und unbürokratische Lösung geschaffen werden, die sowohl den Bedürfnissen der Angehörigen als auch den Möglichkeiten der Stadt gerecht werde.
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Mit dem Antrag möchte die SPD-Fraktion nicht nur eine Lösung für den Friedhof in Bachum erreichen, sondern auch eine Grundlage schaffen, damit ähnliche Projekte künftig auch auf anderen ehrenamtlich betreuten Friedhöfen in Arnsberg möglich werden.




