„Keinen Bock“, sich formal zu bewerben? (Noch) keinen Plan, wie das zukünftige (Berufs-)Leben aussehen soll? Dann unbedingt den 29. Mai fett im Kalender anstreichen, und den 30. Mai am besten gleich mit. Warum? Am letzten Freitag und Samstag dieses Monats steht im Neheimer Kaiserhaus wieder die Arnsberger Ausbildungsmesse auf dem Programm - ein heißer Tipp:
Für heimische Unternehmen, Handwerksbetriebe, Behörden, Verwaltungen und „Co.“ - insgesamt knapp 100 Anbieter jeglicher Couleur tummeln sich im Gebäude und im Außenbereich - ist die Messe eine perfekte Bühne, um sich jungen Menschen zu präsentieren. Diese wiederum sind aufgefordert, sich ungezwungen umfassend über die Welt der (Traum-)Berufe schlau zu machen. Wobei „ungezwungen“ wörtlich genommen werden darf: „Alles geht - nichts muss“, könnte das Motto lauten.
Etwa 1000 dieser „jungen Leute“ machen sich am Morgen des 29. Mai auf den Weg zur Möhnestraße, um dort einen Vormittag lang tief einzutauchen in die Arbeitswelt. „Elf von zwölf der weiterführenden heimischen Schulen sind dabei“, freut sich Dirk Hoffmann. Besonders die Arnsberger Gymnasien haben die Messe offenbar wieder auf dem Schirm. Das war in der Vergangenheit zuletzt nicht selbstverständlich.
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Hinzu komme Besuch aus Freienohl, so Hoffmann, bei der Wirtschaftsförderung Arnsberg (wfa) seit vielen Jahren mit der Organisation des Events befasst; die Konrad-Adenauer-Hauptschule schaue mit ca. 50 Jugendlichen am Freitag vorbei. Auch für die Gäste aus der Nachbarstadt gilt; neugierig sein ist ausdrücklich erwünscht.
„Welcher Beruf passt zu mir und meinen Fähigkeiten?“ „Welche Ausbildungsbetriebe und Fachhochschulen gibt es vor Ort?“ „Wie bewerbe ich mich richtig?“ Keine Frage ist tabu, keine Antwort bleibt aus: „Azubis und Personalverantwortliche geben Auskunft und ermöglichen Gespräche auf Augenhöhe“, versichern die Messe-Macher. Das helfe, eventuelle Berührungsängste schnell abzubauen. Und am Samstag können die Eindrücke des Freitags in vertiefenden Gesprächen verarbeitet werden; gerne auch mit den Eltern im Gepäck. Apropos „Messe-Macher“. Eine Premiere steht ins Haus:

„Ich werde mit eintauchen - freue mich, die Messe das erste Mal zu erleben“, sagt Stefan Deimann. Arnsbergs neuer Wirtschaftsförderer, seit Februar dieses Jahres offiziell im Amt, hebt ausdrücklich den Stellenwert einer guten Ausbildung hervor. Diese dürfe keinesfalls vom Studium verdrängt werden, meint er - unisono mit zwei „Personalern“ heimischer Firmen.
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„Locker“ erste Kontakte knüpfen
Stellvertretend für die zahlreichen Aussteller in Sachen Berufswahl waren anlässlich des Termins zur Messepräsentation Christina Schnieder (athmer oHG, Müschede) und Jan-Niklas Nöcker (A.+E. Keller GmbH & Co. KG, Niedereimerfeld) dabei. „Wir möchten bei jungen Menschen bekannter werden“, sagt Schnieder, deren Arbeitgeber ( Hersteller von Dichtungs- und Fingerschutzsystemen für Türen und Tore) zum vierten Mal im Kaiserhaus vertreten ist. Es sei wichtig, auf potenzielle Azubis zuzugehen, locker erste Kontakte zu knüpfen - dafür sei die Ausbildungsmesse ideal geeignet.
Ausbildung sei stets etwas Handfestes, dürfe nicht vom Studium verdrängt werden, betont Nöcker, der selber nach dem Abi beim Automobilzulieferer Keller gelernt hat. Dabei sehe er auch die Schulen in der Pflicht. „Sein“ Unternehmen - von Beginn an bei der Messe präsent - gehe dort gezielt auf junge Leute zu - auch, um die Hürde einer formellen Bewerbung zu umgehen.
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Wer möchte, könne bei bei Berufserkundungstagen, während Ferienarbeit oder bei einem Praktikum „in die Arbeit einsteigen“, öffnen die beiden „Azubi-Beauftragten“ auf Wunsch Türen; „wenn man am Ende nur einen Interessenten findet, hat sich das Engagement auf der Ausbildungsmesse bereits gelohnt“, lautet ihr Fazit.
Jetzt heißt es also - den „Popo“ hochkriegen - und Ende Mai aufmerksam durch das Kaiserhaus schlendern. Auf insgesamt 1700 Quadratmetern Fläche (450 davon im Freien) wartet ein umfassendes Angebot. Orientierung beim Rundgang durch die Welt von knapp 150 Berufsbildern liefert schon im Vorfeld ein Blick ins Internet - auf www.ausbildung-arnsberg.de

Kein Plan? Kein Problem: Oben abgebildet ist der Messeplan rund um das Kaiserhaus, erhältlich ist dieser auch als Download: www.ausbildung-arnsberg.de/messe/ dann auf „Download Messeplan“ klicken.




