Um nicht dem Schlechtwetter-Blues zu verfallen, half in den vergangenen Tagen nur eins: Regenjacke an und Kapuze auf. Oder am Vatertag zu einem der beliebten Treffpunkte zu wandern. Denn trotz Dauerregen, Graupelschauer und Windböen ließen sich die Menschen am Himmelfahrtstag die Feierlaune nicht verderben: Sowohl in Wennigloh als auch in Rumbeck wurden die Grenzen kontrolliert, gefeiert und ein neuer Schützennachwuchs proklamiert.

In Wennigloh trafen sich rund 70 Wanderer an der Dorfmitte zum traditionellen Schnadegang. Ausrichter war diesmal die 1. Kompanie der Franziskus-Xaverius-Schützenbruderschaft. Nach Begrüßung durch Kompanieführer Marc Heymer führte die fünf Kilometer lange Strecke entlang der südlichen Gemarkungsgrenze in Richtung Stemel und über den Engelberg und Bönkhausen zurück zur Schützenhalle.
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Dort nutzten die Schützen und ihre Gäste eine kurze Regenpause für das Kinderschützenfest. Mit bemerkenswerter Treffsicherheit setzte sich schließlich der zehnjährige Julius Heer durch. Nach knapp einer halben Stunde holte er den letzten Rest des von Uli Recha gefertigten Styroporvogels aus dem Kugelfang. Zu seiner Mitregentin ernannte der neue Kinderkönig die elfjährige Pia Kortz. Beide besuchen die fünfte Klasse des Laurentianums. Während die Kinder jubelten, sorgte der Förderverein des Kindergartens „Sonnenland“ für die passende Stärkung mit Kuchen und frischen Waffeln.
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Auch in Rumbeck war klar: Wetter hin oder her – gefeiert wird trotzdem. Das gemeinsame Vatertagsfest von TuS, Schützengesellschaft und der Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr entwickelte sich am Nachmittag zu einem regelrechten Volksfest. Die Schützenhalle war zeitweise bis auf den letzten Platz gefüllt.
Vatertag ist auch im Regen schön: Reichlich „feucht-fröhliche“ Fotos
„Die Entscheidung, das Fest trotz der schlechten Wetterprognosen nicht ausfallen zu lassen, sondern in die Halle zu verlegen, war absolut richtig“, erklärte Schützenoberst Markus Fischer. Besonders freue ihn, dass so viele Familien, Kinder und Senioren gekommen seien.
Schon am Morgen waren die Frühaufsteher zu einem wetterbedingt verkürzten Schnadegang gestartet. Unter Leitung von Andreas Balling kontrollierten die Teilnehmer die östliche Grenze des Dorfes. Das Königspaar Simon Babilon und Juliane Hauke erhielt unterwegs einen Kartenausschnitt der Rumbecker Gemarkung als Erinnerung.

„Wir lassen niemanden im Regen stehen“, hatten die Organisatoren bereits zu Wochenbeginn in den sozialen Medien angekündigt – und Wort gehalten. Auch die Muffrikaner Hubertusschützen waren durchs Hellefelder Bachtal und dann über den Berg nach Rumbeck gewandert, das Königspaar Marvin Kuhlmann und Jessy Stiller hatte unterwegs ein zünftiges Frühstück serviert.
Mit besonderer Spannung warteten die Besucher schließlich auf das Kinderschützenfest. Zahlreiche Mädchen und Jungen wollten die Königswürde erringen. Zunächst erinnerten zwei Ehrenwürfe an frühere Kindermajestäten: Vor 50 Jahren regierte Volker Masseck den Schützennachwuchs, vor 25 Jahren war es Daniel Grossert, der den Kindervogel abwarf.
Nach den Ehrenwürfen begann ein zähes Ringen um das kleine Wappentier. Dartpfeil um Dartpfeil flog in Richtung Ziel, doch der Vogel zeigte sich hartnäckig. Erst beim 311. Wurf zerplatzte der letzte Luftballon: Der zehnjährige Ben Wendlandt sicherte sich die Königswürde. Zu seiner Mitregentin wählte er die zwölfjährige Mathilde Helber.
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Zu den Klängen des Tambourcorps‘ der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft unter Leitung von Yannick Kipar wurden die neuen Jungmajestäten feierlich mit Königskette, Schärpe und Krönchen proklamiert. Anschließend wurde in der Rumbecker Schützenhalle noch lange und ausgelassen Vatertag gefeiert.
































