Das Angebot ist da, doch kaum jemand nutzt es. So könnte man die Podiumsdiskussion der Volkshochschule Arnsberg/Sundern zum Thema „Mobilität in Sundern - heute und morgen“ zusammenfassen. VHS-Leiter Tobias Schulte hatte eine spannende Gesprächsrunde zusammengestellt: darunter Vertreter aus Wirtschaft und Tourismus in Sundern, der neue Klimaschutzmanager und ein Verkehrswissenschaftler.
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Rund 90 Minuten lang ging es dabei u.a. um Tempo 30, Lücken im Radwegenetz und den dringend benötigten Ausbau von ÖPNV-Angeboten. Das sind alles Themen, die die Menschen in Sundern betreffen. Die Resonanz der kostenlosen Veranstaltung in der Aula der Realschule blieb - vorsichtig formuliert - überschaubar. Lediglich eine kleine Gruppe von Interessierten war dem Angebot gefolgt und war dabei. Aus dem Publikum gab es interessante Einwände und kritische Nachfragen.
Bezeichnend bleibt aber auch, dass viele der Marktschreier und Chefkritiker aus den sozialen Medien fern blieben. Es ist eben doch oftmals bequemer, in Facebook-Gruppen acht Worte und zwei Smilies zu posten, statt sich auf einen richtigen Austausch von Argumenten mit Menschen einzulassen, die vielleicht andere Ansichten teilen. Ein weiterer Beweis für den Verfall der Diskussionskultur in unserer Gesellschaft.
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Man ist sicherlich nicht verpflichtet, eine solche Veranstaltung zu besuchen. Aber dann braucht man sich auch im Nachhinein nicht zu beschweren, dass man sich nicht informieren und vor allem seine Meinung mitteilen konnte. Politische Beteiligung und Verantwortung in einer städtischen Gesellschaft ist keine Einbahnstraße. Nicht nur die Parteien und die Verwaltung stehen in der Pflicht - das gilt auch für die Bürgerschaft.




