Die Polizei hat rund um den Sorpesee den Verkehr kontrolliert. Vormittags bis abends lag der Fokus am Sonntag, 19. April, auf dem Motorradverkehr - einem Bereich, zu dem es wiederholt Beschwerden und Hinweise gegeben hatte. Das berichtet die Polizei.

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Die Kontrollstelle befand sich an der stark frequentierten L 687 am Sorpesee.

Insgesamt passierten 1487 Fahrzeuge die Kontrollstelle, darunter 127 Motorradfahrer. Die Einsatzkräfte stellten 94 Verkehrsverstöße fest. In 80 Fällen blieb es bei Verwarnungsgeldern, 14 Verstöße wurden als Ordnungswidrigkeitsanzeigen geahndet. Besonders auffällig waren vier Motorradfahrer. Zwei von ihnen überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich - der höchste gemessene Wert lag bei 86 km/h bei erlaubten 50 km/h.

Null Toleranz

„Gerade an touristisch stark frequentierten Strecken wie dem Sorpesee sehen wir immer wieder, wie schnell aus Fahrspaß ein echtes Sicherheitsrisiko wird - für alle, die hier unterwegs sind“, wird Polizeirat Victor Ocansey, Direktionsleiter Verkehr, in der Mitteilung seines Hauses zitiert. „Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zählt seit jeher zu den Hauptunfallursachen. Wo langsamer gefahren wird, passieren weniger schwere Unfälle.“

„Wir fahren hier eine Null-Toleranz-Strategie - und das ganz bewusst“, so Ocansey. „Wer sich nicht an Regeln hält oder sein Motorrad technisch manipuliert, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen.“ Diese reichen - je nach Verstoß - vom Untersagen der Weiterfahrt über das kostenpflichtige Verbringen des Motorrads bis hin zur verpflichtenden Vorführung bei TÜV oder DEKRA sowie entsprechenden Bußgeldern.

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Ein Beispiel für dieses Einschreiten zeigte sich während der Kontrolle: Ein Motorrad wies erhebliche technische Mängel auf. Neben unzulässigen Veränderungen schleifte der Hinterreifen bereits an Bauteilen wie Kette und Bremse. Zudem war ein nicht genehmigter „Rennauspuff“ verbaut. Die Folge: Das Kennzeichen wurde sichergestellt, die Weiterfahrt untersagt.

Während des Einsatzes kam es mehrfach vor, dass Verkehrsteilnehmer vor der Kontrollstelle gewarnt wurden - unter anderem durch Fußgänger und Radler.

Die Polizei sieht dieses Verhalten kritisch: „Wer vor Kontrollen warnt, schützt niemanden - im Gegenteil: Er sorgt dafür, dass gefährliches Verhalten unentdeckt bleibt“, erklärt Ocansey. „Damit wird genau das Risiko erhöht, das wir gemeinsam reduzieren wollen.“