Mitorganisator und Radsport-Macher Jörg Scherf aus Neheim spricht von einem „Quantensprung“. Die bislang stets als eintägige Veranstaltung ausgerichtete Sauerland-Rundfahrt soll im Jahr 2026 als internationale Rundfahrt über vier Etappen ausgerichtet werden. Und mehr noch: Erstmals ist sie im gerade erst veröffentlichten internationalen Rennkalender des Weltverbandes UCI aufgenommen worden und rückt damit in den Fokus hochkarätiger Profiteams.
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Vom 3. bis 6. September 2026 sollen die internationalen Radprofis durch das Sauerland fahren. Schon kurz nach der Veröffentlichung des Termins meldeten sich Teams aus Italien und Belgien – und auch das deutsche Team Red Bull Bora fragte schon nach. „Noch ist alles in der Planung“, so Jörg Scherf. Das betrifft auch die Absprachen mit Sicherheitsbehörden, zu durchfahrende Städte und Gemeinden und Etappenziele. Angedacht aber ist eine Rundfahrt mit 20 Teams mit je sechs Fahrern.
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„Wir hatten das schon einmal beantragt“, sagt Jörg Scherf. Da scheiterte es aber an Terminüberschneidungen mit anderen Veranstaltungen. Nun wurde ein Termin gefunden, der zwischen Tour de France und Weltmeisterschaft liegt. Die Vuelta in Spanien findet zeitgleich statt (22. August bis 13. September).
Rennen vor allem für Perspektiv-Fahrer
Als UCI-Rundfahrt der Klasse 2 ist aber ohnehin davon auszugehen, dass die großen Profiteams vor allem ihre Perspektiv- und U23-Fahrer an den Start schicken. „Es wird aber auf jeden Fall ein internationales Profifahrerfeld am Start sein“, sagt Jörg Scherf. Neben den Teams aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Italien soll der Fokus aber auch auf deutsche Profi-Rennställe gelegt werden.
Deutschland Tour in Arnsberg: Tolle Bilder von der 3. Etappe
Mit der Aufführung im UCI-Rennkalender ist die Sauerland-Rundfahrt in der oberen Liga des Profi-Rennsports angekommen. Neben der diesmal in Schwäbisch Hall startenden Deutschland Tour (19. bis 23. August) ist die Sauerland-Rundfahrt das einzige im UCI-Rennkalender aufgeführte deutsche Mehretappen-Rennen. „Das ist schon etwas ganz Besonderes“, kann Jörg Scherf seinen Stolz nicht verbergen.
Die Aufnahme in den internationalen UCI-Kalender als mehrtägige Rundfahrt ist ein erster Schritt. Das wird ein gutes Fahrerfeld geben“
Jörg Scherf, Radsport-Organisator aus von der SVL Sports GmbH
Die Organisatoren der SVL Sports GmbH haben nun reichlich Planungsarbeit vor sich und sind sich sicher: „Es wird ein gutes Fahrerfeld werden“, so Scherf. Es handele sich um einen wichtigen ersten Schritt in den internationalen Radrennsport-Zirkus, der nun Profi-Rennställe ins Land der tausend Berge ziehen wird. Angestrebt ist nach Auskunft von Jörg Scherf auch ein Einzelzeitfahren im Rahmen der Rundfahrt. Auch die bisherige Strecke der Sauerland-Rundfahrt soll nach dem Willen der Organisatoren integriert sein.
Sauerland-Rundfahrt: Auch Jedermann-Rennen geplant
Ein besonderes Bonbon für die Radsportfans und auch aktiven ambitionierteren Hobbyrennrad kündigt Jörg Scherf aber auch an. „In der Planung ist für den Sonntag zum Abschluss auch ein Jedermann-Rennen“, sagt er. Bei großen Rennen wie zum Beispiel dem Münsterland-Giro gehören solche Veranstaltungen fest mit zum Programm.
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Im Jahr 2025 und im Jahr 2023 waren Arnsberg und das Sauerland bereits als Start- und Zielort der Deutschland Tour im Blickfeld des Profi-Radsports. Inzwischen gelten sowohl die Veranstalter der Sauerland-Rundfahrt - sie stehen ja auch hinter dem Profi-Radstall „Rembe Rad net Pro Cycling Team Sauerland“ - als auch Städte wie Arnsberg als bestens vernetzt in der internationale Radsportszene. Aus Arnsberg wird schon jetzt Bereitschaft zum Mitmachen bei der Sauerland-Rundfahrt signalisiert. „Wir stehen zumindest im Rahmen der normalen Sauerland-Rundfahrt als Startort am Sonntag zur Verfügung“, sagt Stadtmarketing-Managerin Tajana Schefers, „alles weitere muss man sehen“.







































