Der Wettbewerb um den Titel der WP-Königin geht in eine neue Phase. Am kommenden Montag, 12. Oktober, starten die Regionalfinals. Die Gewinnerinnen aus den sieben Schützenregionen treten danach im Superfinale vom 19. bis zum 22. Oktober gegeneinander an. Am 25. Oktober wird in der Schützenhalle in Arnsberg-Bruchhausen die Siegerin bei einer großen Feier verkündet.

Allerdings: In diesem Jahr ist im Regionalfinale eine Änderung nötig. Grund sind Unregelmäßigkeiten in der ersten Abstimmungsphase. Es gab Bewegungen bei den Stimmen, die sich nicht eindeutig klären lassen. Die Folge: Wir können nach der ersten Runde nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, wer – gemessen an den regulär abgegebenen Stimmen – auf den ersten zehn Plätzen der jeweiligen Region liegt. Deshalb hat sich die Westfalenpost entschlossen, alle Teilnehmerinnen für die zweite Runde zuzulassen, nicht nur die ersten zehn. Wie gewohnt starten im Regionalfinale alle Königinnen wieder mit null Stimmen. Da in dieser Phase dann ein anderes Verfahren angewendet wird, gilt als sicher, dass es diesmal nicht zu Unregelmäßigkeiten kommen kann.

Aber was ist geschehen? Lukas Dopstadt, Geschäftsführer der Agentur Social Value, die den Wettbewerb seit Jahren technisch begleitet, erklärt die Entwicklung. In der ersten Phase können Teilnehmer für ihre Favoritinnen abstimmen. Das System erkennt in der Regel, wenn es zu Mehrfachabstimmungen von einem Rechner oder Smartphone kommt. „Für die Abstimmung in der Qualifikationsphase werden Nutzer über einen sogenannten Fingerprint identifiziert“, sagt Dopstadt. Doch diesmal gab es Stimmhäufungen, die sich nicht erklären lassen.

WP-Schützenkönigin 2025
Diesen Pokal bekommt die WP-Königin.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

„Woran das genau liegt, können wir derzeit noch nicht sagen. Wir vermuten aber, dass die Stimmen über einen speziellen Browser kamen, der den Fingerprint modifiziert hat, sodass durch die Anonymisierungsfunktion dieses Browsers mehr Abstimmungen pro Benutzer möglich waren.“ Zu erkennen, woher die Mehrfachstimmen kommen, sei technisch möglich, nach dem Datenschutzrecht aber nicht zulässig. „Wir haben in der Qualifikationsphase bereits mehr als 500.000 Abstimmungsversuche, die uns verdächtig vorkamen, geblockt und die Kontrollmechanismen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zweimal nachgeschärft“, sagt Dopstadt.

Kann das in der nächsten Abstimmungsrunde wieder passieren? Dopstadt hält das für so gut wie ausgeschlossen, da ein anderes Verfahren greift. Im Regionalfinale wie im Superfinale muss eine deutsche Mobilfunknummer angegeben werden. „An diese wird eine SMS mit einem Abstimmungscode zur Legitimation versendet“, erklärt er. Erst mit Eingabe des Codes zählt die Stimme. Das Verfahren ähnelt dem aus dem Online-Banking bekannten SMS-TAN-Verfahren. „Wir verifizieren über diesen Mechanismus jährlich über eine Million SMS-Stimmen“, so Dopstadt mit Blick auf ähnliche Aktionen, die seine Agentur betreut.

Für 98 Königinnen aus den sieben Schützenregionen geht es ab Montag, 12 Uhr, weiter. Bis Donnerstag, 15. Oktober, 12 Uhr, kann über wp-koenigin.de abgestimmt werden. Am Freitag, 16. Oktober, erscheinen die Ergebnisse in der WP und auf der Website. Dann stehen die Königinnen aus Hagen und Ennepe-Ruhr, Brilon, Siegen-Wittgenstein, Arnsberg, Meschede, Hönnetal und Olpe fest. Am Montag, 19. Oktober, um 12 Uhr startet das Superfinale.