Der deutsche Schauspieler Günther Maria Halmer ist tot, wie das Münchner Residenztheater am Freitag mitteilte. Halmer sei in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 83 Jahren gestorben. Laut übereinstimmenden Medienberichten war er krebskrank. „Bunte“ und „Bild“ berichteten zuerst über den Todesfall.

„Ich verneige mich vor einem großen Schauspieler“, erklärte der Intendant des bayerischen Staatsschauspielhauses, Andreas Beck, zu dessen Tod. Halmer wurde einem breiteren Publikum in den 70er Jahren als „Tscharlie“ Häusler in der Fernsehserie „Münchner Geschichten“ von Regisseur Helmut Dietl bekannt. Die Produktion des Bayerischen Rundfunks war Halmers großer Durchbruch. Ab Ende der 80er Jahre übernahm er als Jurist Jean Abel unter anderem die Hauptrolle in der ZDF-Filmreihe „Anwalt Abel“.

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Nach Angaben des Residenztheaters spielte er auch in internationalen Filmproduktionen mit, etwa in Richard Attenboroughs Oscar-gekröntem Film „Gandhi“ von 1982 sowie an der Seite von Hollywoodstar Meryl Streep in dem Holocaustdrama „Sophies Entscheidung“ aus demselben Jahr. Darin spielte er den Kommandanten des Konzentrationslagers Auschwitz, Rudolf Höß.

Im vergangenen Jahr kehrte der am 5. Januar 1943 im bayerischen Rosenheim geborene Schauspieler für ein Engagement an das Residenztheater zurück, wo er während seiner Schauspielausbildung in den Jahren 1967 bis 1969 erstmals auf der Bühne gestanden hatte. Dort spielte Halmer die Titelrolle in der Uraufführung „Gschichtn vom Brandner Kaspar“ von Franz Xaver Kroetz, musste zuletzt aber krankheitsbedingt pausieren.

pau/dpa/afp