Fünf Jahre lang gab es das Architekturfestival Open House nur in Essen. 2026 wächst es über die Stadtgrenzen hinaus: Am 5. und 6. September öffnen Gebäude und Räume in Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund ihre Türen. Das teilen die Veranstalter mit.
Besucherinnen und Besucher können an dem Wochenende Orte betreten, die sonst nur selten oder gar nicht öffentlich zugänglich sind. Auf dem Programm stehen historische Bauten, Orte der Industriegeschichte, Sakralräume, Wohn- und Arbeitsgebäude, kreative Umnutzungen und Räume im Wandel. Führungen und Gespräche sollen Begegnungen zwischen Gästen, Fachleuten und Menschen ermöglichen, die diese Orte täglich nutzen.
Die erste Ausgabe von Open House Ruhr steht unter dem Leitmotiv „Lichte Orte“. Nach Angaben der Veranstalter richtet das Festival damit den Blick auf Räume, die Begegnungen ermöglichen und Orientierung geben. Die Architektur ist dabei nur der Ausgangspunkt: Es geht auch um die Geschichten hinter den Bauwerken und um Fragen danach, wie Städte entstehen und wie sich Räume verändern.
[Jeden Mittwoch kostenlos in Ihrem Postfach: Unser Kulturnewsletter mit allem Wissenswerten rund um Bühnen, Konzerte, Ausstellungen und Literatur aus dem Ruhrgebiet. Dazu gibt‘s handgemachte Eventtipps. Hier können Sie den Kultur-Newsletter bestellen.]
Architektur erlebbar machen
Erlebbar werden soll außerdem die Struktur des Ruhrgebiets – eine Region mit vielen Zentren und unterschiedlichen Stadt-Identitäten, die eine gemeinsame Geschichte und ähnliche Zukunftsfragen verbindet. Besichtigt werden können beispielsweise das Museum Küppersmühle in Duisburg, das Deutschlandhaus in Essen sowie die Stadt- und Landesbibliothek in Dortmund.
Begonnen hatte das Festival 2021 als Open House Essen. Nun findet es erstmals als regionale Ausgabe in vier Ruhrgebietsstädten statt. „Open House Ruhr möchte allen Menschen ermöglichen, Architektur unmittelbar zu erleben – unabhängig davon, ob sie bereits Fachwissen mitbringen oder einfach neugierig auf ihre Umgebung sind”, sagt Natalia Taranta, Gründerin und Direktorin von Open House Ruhr. Das Festival lade dazu ein, Fragen zu stellen, neue Perspektiven kennenzulernen und die eigene Region mit anderen Augen zu sehen. Führungen, Gespräche und weitere Formate sollen Begegnungen schaffen zwischen Besuchern, Fachleuten sowie Menschen, die diese Orte täglich nutzen. red
Die teilnehmenden Standorte und das vollständige Programm stehen auf der Internetseite openhouseruhr.org. Für einzelne Programmpunkte ist eine Anmeldung nötig; der Hinweis darauf steht jeweils im Programm.


