„Wie würde ein Festival aussehen, zu dem wir selbst gern gehen würden?“ Diese Frage stand am Anfang der Überlegungen zum „Throttle Island“-Festival, das am 16. und 17. Mai Premiere auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald in Herten feiert. Joanna Alker und Meikel Schiller sind motorsportverrückt, fahren gemeinsam Harley-Davidson. „Es gibt viele Oldtimer-Treffen, Harley-Festivals und vieles mehr, aber hier in der Region nichts, das alle Motorsportszenen zusammenbringt“, sagt Schiller, der selbst früher Motorradrennen fuhr. Daher auch der Name „Throttle“, englisch für „Gaspedal“.
Was neben einem allumfassenden PS-Event in der Region fehle, sei eine Adresse für motorsportverrückte Familien, finden Alker und Schiller. Ihr vierjähriger Sohn Aaron halte sie oft vom Besuch verschiedener Festivals ab, „weil es da nichts für Kinder gibt“, sagt Joanna Alker. Das soll auf dem „Throttle Island“ anders sein: Dort gibt es einen großen eigenen Kidsbereich, samt Mini-Cars und Mini-Bikes, auf denen die jungen Besucher ihren Führerschein machen dürfen. Dazu tritt am Festivalsonntag, 17. Mai, die Kinderband Heavysaurus auf. Außerdem zahlen Kinder bis elf Jahre keinen Eintritt: „Wir wollen auch ein Festival für Familien sein“, erklärt Alker.
Knieschleif-Kurse und Wheelie-Training
Der Fokus liegt aber klar auf den Motoren: Mehr als 50 Aussteller und Händler bauen ihre Stände auf dem ehemaligen Zechengelände auf. „Epizentrum“ des Festivals ist die sogenannte „Pit Zone“, in der die Besucher selbst aktiv werden können: Motorradfahrer lernen dort die Technik des Knieschleifens, üben beim Wheelie-Training auf einem Rad zu fahren, oder probieren sich beim Sim-Racing in virtuellen Rennen. Dazu gibt es ein großes Angebot für die Szene, das von Kleidung bis hin zu Tuningteilen reicht.
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Bei einer Streetparade können Motorfans ihre Autos und Motorräder außerdem auf dem Festival präsentieren: Alle Bikes und Cars seien dazu willkommen, „egal ob clean, umgebaut oder komplett verrückt“, heißt es auf der Website. „Je bekloppter, umso besser“, unterstreicht Meikel Schiller. Mit der Parade wird an beiden Tagen das Festival eröffnet. Wer an der Streetparade teilnimmt, geht zudem automatisch ins Rennen ums „Best Bike“ und „Best Car“; die Gewinner erwarten Preise wie hochwertiges Zubehör.
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Elektro und Rock auf zwei Bühnen: Livemusik mit Motorjesus und Fappe & Bru
Dritte Säule des Festivals ist die Musik: Auf zwei Bühnen stehen an beiden Tagen Rock- und Elektro-Acts auf der Bühne. Darunter die Hard-Rock-Bands The New Roses, Motorjesus und Fivefold Disaster sowie die Techno-DJs Fappe & Bru und „Oldietrance“-DJ Jetset Jourdain. Noch vor dem offiziellen Festival laden die Veranstalter zur Preparty: An Christi Himmelfahrt, 14. Mai ab 16 Uhr, wird das Gelände der Zeche Ewald schon mal bei freiem Eintritt auf seine Feiertauglichkeit getestet.
Joanna Alker ist in der Party- und Veranstalterszene keine Unbekannte, ist seit Jahren mit der Taktlos-Partyreihe in Essen erfolgreich. Mit dem „Throttle Island“ plant sie nun ihr erstes Festival. Das sei nicht ohne Risiko, dennoch ist sie überzeugt: „Viele Menschen im Ruhrgebiet sind motorverrückt: Ihnen wollen wir mit dem Throttle Island eine eigene Welt erschaffen.“
Throttle Island Festival, 16./17.5., Zeche Ewald, Doncaster Platz 1, Herten, Sa ab 12 Uhr, So ab 10.30 Uhr. Ein-Tages-Tickets kosten ca. 27€, die Teilnahme an der Streetparade ca. 11 €. Tickets für das gesamte Wochenende kosten ca. 48 €. Auch Campingmöglichkeiten stehen auf dem Gelände gegen Gebühr bereit. Kinder bis elf Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen und Tickets unter www.throttle-island.de






