Spüren Sie das auch? In diesen Tagen riecht und strahlt es im Garten ganz verändert, der Frühling lässt sich bereits erahnen. Schneeglöckchen und Winterlinge sind nun die ersten Zwiebelpflanzen, die vorwitzig ihre zarten Blüten zeigen. Das weckt unsere Lust zu Rechen und Gartenschere zu greifen und sich an die Arbeit im Grünen zu machen. In der Tat ist jetzt schon viel zu tun. Für einen Gehölzschnitt wird es beispielsweise schon höchste Zeit.

Hecken, Sträucher und Bäume brauchen einen Schnitt

Sträucher und Bäume befinden sich noch in der Ruhephase und geben sich kahl. Das hilft dem Gärtner, zu beurteilen, ob ein Rückschnitt nötig ist. Auch Obstbäume können und sollten regelmäßig beschnitten werden. Damit Wunden schnell wieder zuwachsen und keine Faulstellen bilden, ist die richtige Schnittführung wichtig. Geschnitten wird kurz über einer Knospe oder bei größeren Schnitten über einer Verzweigung. So kann sich das Wundgewebe gut entwickeln.

Bäume, Hecken und Sträucher dürfen zum Schutz von Vögeln nur bis Ende Februar beschnitten werden. Eine Ausnahme bilden Rhododendren. Sie werden idealerweise direkt nach der Blüte, etwa ab Ende Mai geschnitten, um die Verzweigung zu fördern und Verblühtes zu entfernen.

Gibt dir das Leben Giersch, mach Tee draus

Giersch im Beet? Halb so schlimm. Die auch Geißfuß genannte Wildpflanze hat einen starken Ausbreitungsdrang und ist als Unkraut verschrien. Dabei ist Giersch ein nahrhaftes Wildgemüse mit petersilienartigen Geschmack, reich an Vitamin C und Mineralien. Je nach Witterung kann es bereits im Februar austreiben. Ein Tipp: Ärgern Sie sich nicht, sondern ernten Sie. Die grünen, aromatischen Blätter lassen sich gut zu einem Tee aufgießen. Dafür etwa zwei Teelöffel frische oder getrocknete Gierschblätter zerkleinert mit 250 Milliliter heißem Wasser überbrühen und zehn Minuten ziehen lassen. Junge, helle Blätter eignen sich auch für Salate oder Kräuterquarks.

Übertreibt es der Giersch doch mit seiner Ausbreitung im Beet, hilft nur, seine Wurzeln zu entfernen. Sie liegen etwa 30 Zentimeter tief in der Erde. Zunächst lockert man den Boden großflächig mit einer Grabgabel. Dann wird die Erde vorsichtig angehoben, um das Gierschgeflecht freizulegen.

Manche Vögel sind schon da

Einige Vögel begeben sich bereits auf Brautschau und Reviersuche. Sie fliegen auf Nistkästen im Garten. Optimal ist ein Angebot verschiedener Nistkästen, so dass sich im Garten möglichst viele Vogelarten heimisch fühlen. Vogelhäuschen, die schon länger im Garten hängen, sollten im Februar noch einmal gereinigt werden. Im Winter nutzen Meisen oder Sperlinge die Häuser gerne als Nachtquartier, weshalb sich eine Reinigung vor der Brutzeit anbietet. Es gibt viel zu tun, legen Sie los!

Frischluft für den Kompost

Der ideale Zeitpunkt, um den Komposthaufen umzuschichten? Jetzt! Besonders wenn der Februar nass ist, lohnt es sich, den Kompost gut zu lüften und ihm Sauerstoff zuzuführen. Denn sind die Kompostschichten durchnässt und schwer, dringt keine Luft hinein und die für den Zersetzungsprozess nötigen Mikroorganismen können nicht arbeiten. Ist ein Teil des Komposts bereits gut zersetzt, lässt er sich mit einem Gartensieb aussieben und als Anzuchterde für das Gemüse nutzen.

Wer im Februar das erste Gemüse vorzieht und aussät, kann sich früh über die Ernte freuen. Die Vorkultur auf der Fensterbank oder im Gewächshaus ist jetzt schon für wärmeliebende Arten wie Paprika, Auberginen, Sellerie und Tomaten möglich. Im geschützten Gewächshaus oder im Frühbeet unter Folie lässt sich mit Kohlrabi, Frühlingszwiebeln, Fenchel oder Feldsalat starten.

Spring snowdrops flower. Early spring close-up flowers with bright sunlight.
Von der ersten Sonne wachgeküsst: Schneeglöckchen.© Getty Images/iStockphoto | ajma_pl

Kein Zutritt für Schnecken

Wer jetzt fleißig sät und pflanzt, möchte auf jeden Fall verhindern, dass die jungen Triebe bald gefräßigen Schnecken zum Opfer fallen. Darum sollte man für Anti-Schnecken-Maßnahmen sorgen. Dabei kann es sich um Schutzringe für einzelne Pflanzen oder um einen Schneckenzaun fürs ganze Beet handeln. Die Barrieren sind mit Rändern versehen, die Schnecken kaum oder gar nicht überqueren können.