Zusammenfassung
- Am 10. September 2026 wird das Warnsystem Cell Broadcast deutschlandweit getestet, um die Bevölkerung bei Gefahr schnell informieren zu können.
- Wie Cell Broadcast funktioniert, welche Geräte es unterstützen und wie Nutzer Warnungen aktivieren oder ausschalten können, lesen Sie in unserer Übersicht.
- Welche Alternativen gibt es und wie kann man das System auf älteren Geräten nutzen?
Achtung, Warnsirenen heulen auf! Am 10. September 2026 ist in NRW sowie allen anderen Bundesländern Warntag. Die Feuerwehren und Behörden des Katastrophenschutzes nutzen den Tag, um die Warnsysteme zu testen, mit denen die Bevölkerung bei Extremwetter, Bränden, Überflutungen, Bedrohungen oder anderen Katastrophen schnell informiert werden kann. In NRW werden zweimal jährlich die Alarmsysteme getestet. Im Frühjahr ausschließlich in Nordrhein-Westfalen, am zweiten Donnerstag im September immer bundesweit.
Zu den Warnsystemen, die an diesem Tag überprüft werden, zählt seit Februar 2023 auch Cell Broadcast. In diesem Artikel erfahren Sie, wie das System funktioniert und wie Sie es aktivieren und ausschalten können.

Warntag 2026: Unterstützt mein Handy Cell Broadcast?
Seit Ende Februar 2023 ist Cell Broadcast in allen Bundesländern aktiv. Da Handys und Smartphones sich automatisch mit einer Funkzelle verbinden, können so alle Nutzerinnen und Nutzer erreicht werden. Allerdings gibt es einen Nachteil: Nicht alle Mobiltelefone oder SIM-Karten unterstützen die Technologie, die bei DE-Alert verwendet wird.
Warntag in NRW am 10. September 2026: So funktioniert das Warnsystem auf dem Smartphone
Um Anrufe, Nachrichten oder Daten zu empfangen, müssen sich Mobiltelefone in die Funkzellen von Mobilfunkmasten einbuchen. Beim Cell Broadcast wird eine Nachricht von der jeweiligen Funkzelle an alle Geräte geschickt, die dort gerade angemeldet sind. » Lesen Sie dazu – NRW-Warntag 2026: Wann werden Sirenen im März getestet?
Auf diese Weise können Warnungen auch gezielt und standortbezogen an bestimmte Gebiete gesendet werden. Diese Technologie gibt es zwar schon seit 1999, doch erstmals wurde sie als Warnsystem in Deutschland am bundesweiten Warntag am 8. Dezember 2022 eingesetzt.
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Auch 2026 wird es einen weiteren Testlauf für alle Warnmittel bei Katastrophen, Bedrohungen und großen Unglücken geben. Da die Warnmeldungen automatisch von der Funkzelle an alle angemeldeten Geräte gesendet werden, ist keine Anmeldung oder Angabe persönlicher Daten erforderlich. Deshalb ist der Warndienst laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auch datenschutzkonform.
Warn-Apps: Nina und Katwarn informieren bei Internetzugang aufs Handy
Laut einer aktuellen Übersicht des BBK funktioniert Cell Broadcasting auf Apple-Geräten, die mindestens die iOS-Version 16.1 als Betriebssystem haben. Auch Apple Watches der Cellular-Variante ab Version 4 können den Alarm empfangen.
Bei Android-Geräten ist Cell Broadcasting ab der Version 11 und höher kompatibel. Auch ältere Smartphones und vor allem klassische Handys können Cell-Broadcast-Meldungen empfangen, allerdings muss diese Funktion manchmal erst aktiviert werden. Wie das geht, erklären wir in diesem Artikel: So lässt sich Cell Broadcast auf älteren Handys aktivieren.
Alternativ gibt es auch noch die Nina-Warn-App oder Katwarn, die Sie kostenfrei aufs Smartphone installieren können. Über beide Anwendungen werden ebenfalls Warnungen am Handy ausgegeben. Dafür muss allerdings ein Internetzugang aktiv sein.

Cell Broadcast: So prüfen Sie, warum keine Warnmeldung ankam
Wenn Sie bei den bisherigen Probealarmen keine Cell-Broadcast-Warnung erhalten haben, kann das verschiedene Ursachen haben:
- Ihr Smartphone/Mobiltelefon unterstützt den Empfang von Notfallnachrichten in Deutschland nicht.
- Ist die Geräte-Software bei einem kompatiblen Handy aktuell genug? Mindestvoraussetzung sind iOS 16.1 oder Android 11.
- Ihre Mobilfunkkarte unterstützt Cell Broadcast nicht, dann müssen Sie Kontakt zu Ihrem Mobilfunkanbieter aufnehmen.
- Damit die Nachricht empfangen wird, braucht man eine aktive Mobilfunkverbindung. Wenn sich das Gerät im Flugmodus befindet oder nur per WLAN/WiFi mit dem Internet verbunden ist und keine eigene Mobilfunkkarte hat (wie zum Beispiel oft bei Tablets), kann die Warnung nicht zugestellt werden. Sie wird auch nicht später nachgesendet, wie etwa bei einer SMS.

Warntag in Deutschland: So schalten Sie die Cell-Broadcast-Warnmeldungen ein oder aus
Die Warnmeldungen, die über Cell Broadcast gesendet werden, sind in verschiedene Warnstufen unterteilt. Welche Stufe eine Warnung erhält, wird von der jeweiligen Leitstelle entschieden, die die Nachricht versendet.
Warnungen mit höchster Priorität, wie etwa bei Katastrophen oder großen Gefahren, sollen laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nicht unterdrückt werden können.
Seit November 2025 gibt es beim Cell Broadcast in Deutschland eine kleine Neuerung. Um die Geräuschbelastung zu reduzieren, wird die Entwarnung automatisch in der niedrigsten Warnstufe (Warnstufe 3: Gefahreninformation) gesendet. Das BBK empfiehlt Nutzerinnen und Nutzern deshalb, das Smartphone so zu konfigurieren, dass auch die Warnstufe 3 aktiviert ist.
- Apple-Smartphones (ab iOS 16.1 aufwärts): Standardmäßig sind die Warnmeldungen aktiviert. Geändert werden können die Einstellungen im Menü unter Einstellungen > Mitteilungen. Wenn Sie bis zum unteren Ende scrollen, finden Sie den Punkt Cell Broadcast-Warnungen. Dort lassen sich die einzelnen Meldungs-Typen (Extreme Gefahr/ Gefahreninformation/ Testwarnungen) ein- bzw. ausschalten. Apple weist jedoch auch darauf hin, dass in einigen Ländern oder Regionen offizielle Warnmeldungen möglicherweise nicht deaktiviert werden können.
- Android-Smartphones: Bei Android-Geräten können die Menüs unterschiedlich aussehen und strukturiert sein. In der Regel können die Einstellungen für Cell Broadcast über die App Nachrichten/Messages geändert werden. Unter „Weitere Einstellungen“ müssen „Broadcast-Kanäle“ aktiviert sein. Bei einigen Geräten heißt dieser Bereich auch Notfallbenachrichtigungsverlauf.
- Das BBK hat auf dieser Seite Informationen bzw. Links bereitgestellt, die zu den Anleitungen für die am meisten verbreiteten Gerätetypen führen (aktuell Apple, Samsung, Google, Sony, Xiaomi).



