Haus Brüggen

Imposanter Blick auf das Rittergut

Foto: Friedrich Westerhoff

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Bramey/Lenningsen. Wer von Bramey kommend die Kamener Straße in Richtung Lenningsen und Flierich entlang der schönen Baumallee befährt beziehungsweise begeht, der kommt nicht umher, einen Blick auf den direkt vor ihm liegenden ehemaligen Rittersitz Haus Brüggen zu werfen. Ein imposanter Anblick.

Das heutige Hauptgebäude stammt aus dem Jahre 1718. Die beiden Fachwerkscheunen auf der Vorburg stammen aus dem 18. Jahrhundert. Sämtliche Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die Anlage befindet sich im Privatbesitz der Familie Hans-Dietrich und Claudia Gebhard. Dazu etwas später etwas mehr.

Was jedoch nicht alle wissen: Der frühere Adelssitz gehörte noch bis 1930 dem Gutsbezirk Brüggen an. Erst vor 80 Jahren wurde dieser aufgelöst und der heutigen Gemeinde Bönen angegliedert.

Haus Brüggen: Das älteste Geschlecht auf dem adeligen Herrensitz waren die Ritter to der Brüggen. Männer dieses berühmten Adelsgeschlechts aus dem Seseketal zogen einst mit dem Deutschen Ritterorden nach Osten. Die Namen der Adelsgeschlechter haben in der Folge dann mehrmals gewechselt. Sehr viel später kam Haus Brüggen 1817 durch Kauf an Heinrich Schulze-Velmede. Sein Schwiegersohn war Karl Große-Leege. Diese Familie besaß das Gut mehrere Generationen.

Am 11. März 1974 musste das Gut zwangsversteigert werden, obwohl die Familie Große-Leege zuvor versucht hatte, das Anwesen durch Landverkäufe zu retten. Beate Gebhard konnte das Gut ersteigern. Es umfasste neben den Gebäuden rund 100 Hektar Landwirtschaft, Nutzflächen und einen geringen Waldbestand.

Zwangsversteigerung trotz Landverkaufs

1985 wurde das Anwesen durch ihren Sohn Hans-Dietrich Gebhard als reiner Ackerbaubetrieb übernommen. Verheiratet ist der heutige Besitzer seit 1989 mit Claudia Gebhard, die sich für die Gemeinde Bönen und im Kreis Unna in der CDU engagiert. Gemeinsam bemühen sie sich auch um den Erhalt von Haus Brüggen.

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