TV-Gärtner Davit Arican ist genervt: Vor einigen Monaten errichtete er auf eigene Kosten am Kreisverkehr an der Homberger Straße eine Trockenmauer. Zum wiederholten Male wurde diese im Januar 2026 gerammt und teilweise zerstört (wir berichteten) – dieses Mal von einem Bus der Niag – und konnte bis heute nicht wieder aufgebaut werden. „Der Schaden wurde gemeldet, wir haben ein Angebot zur Wiederherstellung an das Moerser Busunternehmen geschickt – doch bis heute gab es keine Reaktion“, berichtet der Moerser auf seinem Instagram-Kanal unter einem Video, in dem der Schaden zu sehen ist.

„Ich überlege mir jetzt gerade, ob ich das ganze Ding einfach wieder zurückbauen soll – Rasen einsäen und fertig“, äußert sich Arican frustriert in seinem Video. Er fragt seine Instagram-Community: Abwarten und optimistisch bleiben? Oder den Kreisverkehr zurückbauen und wieder eine einfache Rasenfläche einsetzen?

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Bisher seien bereits ungefähr 20.000 Euro aus eigener Tasche in das Kreisverkehr-Projekt geflossen, erzählt Arican im Gespräch mit unserer Redaktion. Der aktuelle Schaden belaufe sich auf 4.000 bis 5.000 Euro und müsse von der Versicherung der Niag bezahlt werden, äußert sich Arican. Doch wieso dauert das so lange? Niag-Sprecher Michael Block erklärt: „Wir haben den Sachverhalt geprüft, von unserer Seite sind alle Voraussetzungen für einen Ausgleich des Schadens erledigt. Da es hier um eine Klärung mit mehreren Beteiligten geht, so auch Versicherungen und Stadt Moers, ist klar, dass solch ein Vorgang leider etwas Zeit benötigt. Hinweise zu solchen und ähnlichen Fragen nehmen wir selbstverständlich ernst und gehen ihnen grundsätzlich zügig nach.“

Davit Arican: „Es enttäuscht mich. Ich bekomme keine Rückendeckung“

Das Vorbeifahren an der Mauer sollte normalerweise kein Problem sein, erzählt Arican. Er habe bereits mit verschiedenen Busfahrern dazu gesprochen. Der Busfahrer, der im Januar in die Mauer gefahren ist, habe sich nach seinem Unfall einwandfrei verhalten und den Schaden sofort gemeldet. Genervt sei Arican allerdings von dem Busunternehmen und dem endlosen Warten auf sein Geld. „Es enttäuscht mich. Ich bekomme keine Rückendeckung“, äußert er sich frustriert über die Angelegenheit.

Unter dem Video kommentiert die Community fleißig mit: „Ganz ehrlich, ich verstehe deinen Frust total. Aber selbst mit der zerstörten Mauer sieht der Kreisverkehr tausendmal schöner aus, als wäre es eine Rasenfläche“, schreibt Nutzerin „julia_auf_dem_land_jwd“ und bekommt dafür 283 Gefällt-mir-Angaben. „Bitte nicht zurückbauen. Der Kreisverkehr ist auch mit defekter Mauer eine Augenweide“, findet die Nutzerin „schmuffen“.

TV-Gärtner ist genervt: „Es sieht halt aus wie eine Ruine“

Oftmals wird in den Kommentaren auch an die Tiere erinnert. Der Account „dasgruenenetzwerk“ schreibt: „Es ist ein Lebensraum und die Natur stört das nicht.“ Die Meinung der Nutzer, die sich an Aricans Umfrage beteiligen, ist eindeutig: Bis zum 26. Mai stimmten 89 Prozent dafür, abzuwarten und optimistisch zu bleiben. Nur elf Prozent empfahlen, die Trockenmauer zurückzubauen.

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Auf Nachfrage der Redaktion berichtet Arican, dass er tatsächlich erwägt, die Steine wegen der Vegetation und der Insekten stehen zu lassen: „Dass man den Lebensraum lässt, das ist gut. Aber es sieht halt aus wie eine Ruine. Für die Stadt selbst ist das nicht schön“, findet er. „Falls das so bleibt, stelle ich da aber ein Warnschild mit einem Bus darauf hin“, sagt Arican sarkastisch. „Und mit einem Pfeil auf die Mauer.“ Mittlerweile habe sich die zuständige Versicherung bei dem TV-Gärtner gemeldet, berichtete Arican am 29. Mai auf Anfrage der Redaktion. „Dennoch warten wir ab.“