Basketballer trauern um "Pinky" Smith †

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Bestürzung und Trauer hat gestern die Nachricht vom Tod der Hagener Basketball-Ikone Robert "Pinky" Smith ausgelöst.

(WR-Foto: Björn Josten) Jörg Trapp, der damals Trainer des SSV Hagen war, zeigte sich geschockt: "Er war nicht nur einer der herausragenden Spieler, sondern auch ein integerer und hilfsbereiter Mensch." Peter Krüsmann, damals Mannschaftskamerad von Smith, zeigte sich ebenfalls angefasst: "Das muss ich erst verarbeiten. Pinky war im wahrsten Wortsinn ein Gutmensch. Wir hatten auch nach der gemeinsamen Zeit als Basketballer viele Berühgrungspunkte. Bei der TGH Wetter war Pinky einige Jahre noch Trainer meiner Frau."

Zweiter Amerikaner beim SSV Hagen

Smith kam 1974 nach Hagen, nachdem der SSV Hagen Deutscher Meister geworden war. Als zweiter Amerikaner sollte der zwei Meter große, extrem schnelle, sprungstarke und wurfsichere Center an der Seite von Publikumsliebling Jimmy Wilkins vor allem im Europapokal der Landesmeister zum Zuge kommen. Eine schwere Verletzung von Jimmy Wilkins beim Sportunterricht an einer Hagener Schule führte dazu, dass Smith 1975 im Pokalfinale gegen Heidelberg eingesetzt wurde. Hier setzte sich der SSV wie schon im Meisterschaftsjahr gegen den USC Heidelberg in zwei Spielen durch. Pinky Smith war darüber hinaus auch am Aufstieg der zweiten Mannschaft des SSV in die Regionalliga beteiligt. Auch im darauf folgenden Jahr spielt der SSV mit Pinky Smith erfolgreich im Europapokal, erreichte sogar die Viertelfinalrunde mit Spielen gegen Mailand, Madrid und London - bis heute der größte internationale Erfolg einer Hagener Basketballmannschaft.

Auf und abseits des Spielfeldes war Smith stets ein mustergültiger Basketball-Profi. Besondere Sympathie und Anerkennung erwarb er sich vor allem durch sein soziales Engagement. Für die Caritas in Hagen war er als Sozialarbeiter unterwegs und kümmerte sich dabei insbesondere um Jugendliche. Eine Zeit lang war Smith auch als Sportlehrer an der Gesamtschule in Helfe tätig. Nach seiner Zeit beim SSV spielte Pinky Smith noch beim TSV Hagen 1860 und in Aachen.

Basketballer und Prediger

Nach der Sportkarriere konzentrierte sich Smith mehr auf seelsorgerische Aufgaben. Als Prediger seiner Gemeinde "Church of Christ" war er unter anderem in Kiel, Mainz, Aachen und auf den Seychellen aktiv. An seiner Seite waren dabei sets seine Frau Andrea, die er in Hagen kennengelernt hatte, und seine beiden Töchter Rebecca und Debora. Um den schulischen Abschluss seiner Kinder zu gewährleisten, kehrte Pinky Smith im vergangenen Jahr in die Staaten zurück, nachdem er sich kurz zuvor noch einer Hüftoperation im evangelischen Krankenhaus am Mops unterzogen hatte.

Pinky Smith starb am Dienstag im Alter von 57 Jahren in Jacksonville/Florida nach einem Herzstillstand. Seine Familie will im Sommer bei ihrem Besuch auch eine Trauerfeier in Hagen organisieren.

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