Dramatische Szenen in Dortmund

Autofahrer fährt in Fußgängerzone: Fünf Menschen verletzt

Foto: WR

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Dortmund. Ein 85-jähriger Autofahrer hat am Montagabend die Dortmunder Fußgängerzone mit einer Straße verwechselt. Fünf Menschen wurden von dem Wagen erfasst, darunter ein vierjähriges Kind. Ein Mann liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Es waren dramatische Szenen, die sich um 16.35 Uhr auf dem Ostenhellweg abspielten: Von einer Seitenstraße bog der Dortmunder mit seinem Opel Omega in den Ostenhellweg ein, einem Teil der gut besuchten Dortmunder Fußgängerzone. Vermutlich fuhr das Auto mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Stundenkilometern in die Fußgängerzone, so die Polizei.

"Der Mann hat sich gewundert, warum so viele Menschen auf der Straße sind", sagt Polizeisprecher Helmuth Stannies. Als er schließlich die Situation realisiert und reagiert hatte, waren bereits fünf Menschen verletzt worden. Zunächst rammte er eine 66-jährige Frau, die auf der Motorhaube liegenblieb. Ein 69-jähriger Passant wurden ebenfalls von dem Auto erfasst. Anschließend fuhr der 85-Jährige gegen ein Kind, das ebenfalls auf der Motorhaube des Autos landete.

Erst zu diesem Zeitpunkt bremste der Autofahrer ab. Das Kind stürzte von der Motorhaube und blieb direkt vor dem Auto liegen. "Es wurde aber zum Glück nicht überrollt", so Stannies. Verletzt wurden auch die 29-jährige Mutter des Kindes sowie ihr gleichaltriger Begleiter. Beide wurden von dem Wagen berührt. Das Kind wurde bei dem Unfall leicht verletzt und mit Verdacht auf Schock in die Kinderklinik gebracht. Besonders schlimm hatte es den 69-jährigen Passanten erwischt: Mit Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule musste er ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizei rückte mit rund 40 Einsatzkräften aus und sperrte rund 100 Meter des belebten Ostenhellwegs ab. Um die Verletzten kümmerten sich Sanitäter in zwei Rettungswagen, ein Notarzt war ebenfalls vor Ort. Panik sei nicht ausgebrochen, sagt Polizeisprecher Stannies. Die dramatischen Szenen hätten sich laut Zeugenaussagen "fast stumm" abgespielt. Als das Auto schließlich zum Stehen kam, waren sofort Passanten zur Stelle, um erste Hilfe zu Leisten.

Auch der 85-Jährige musste versorgt werden - er stand unter Schock. Nach ersten Erkenntnissen liege aber kein Vorsatz vor, so die Polizei. Er sei offenbar orientierungslos von der Schliepstraße in den als Fußgängerzone gekennzeichneten Ostenhellweg eingefahren. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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