Bolzplatz

Exklusiv: Unser Bolzplatz soll Weltkulturerbe werden

Der Bolzplatz an der Olgastraße in Gelsenkirchen, auf dem Mesut Özil seine Karriere startete.

Foto: Ralf Rottmann

Der Bolzplatz an der Olgastraße in Gelsenkirchen, auf dem Mesut Özil seine Karriere startete.

Dortmund.  Klingt nach einem Volltreffer: Der Bolzplatz soll Weltkulturerbe werden! Der Steilpass kommt vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.

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Der Antrag ist gestellt. Die Unesco nennt für ihren immateriellen Titel „gesellschaftliche Bräuche sowie kulturelle und soziale Praktiken“ maßgebend – das Bolzen vereinigt einfach alles.

Auf die gesellschaftliche und soziale Bedeutung zielt auch Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums: „Der Bolzplatz ist ein prägender Sozialisationsraum. Für Kinder und Jugendliche ist er eine kleine Lebensschule. Hier treten Kreativität, spontane Selbstorganisation, Fairness und Durchsetzungsvermögen in wechselseitige Beziehung.“

Mesut Özil übernahm die Schirmherrschaft

Den Anstoß zu unserer Bolzplatzkultur gerade im Ruhrgebiet gab nach dem Zweiten Weltkrieg nicht von ungefähr die kommunale Sozialpolitik. Das Fußballmuseum spielt nun den Doppelpass mit Mesut Özil.

Der Weltmeister übernahm die Schirmherrschaft für die Initiative: „Die Kids geben sich ihre eigenen Regeln und lernen spielerisch, dem anderen Respekt entgegenzubringen – Respekt gegenüber Menschen mit anderer Nationalität, anderer Hautfarbe oder anderem Glauben.“

Darum unterstützt Özil „voll und ganz“ die Bewerbung um das immaterielle Kulturerbe.

Die Entscheidung darüber wird eine unabhängige Fachjury noch in diesem Frühjahr treffen.

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