Revierkonzern

Bei Thyssenkrupp sortiert sich der Aufsichtsrat neu

Bei der Hauptversammlung – wie hier in Bochum – präsentiert sich der Aufsichtsrat der Öffentlichkeit.

Bei der Hauptversammlung – wie hier in Bochum – präsentiert sich der Aufsichtsrat der Öffentlichkeit.

Essen.   Bei Thyssenkrupp tagt am 20. November der Aufsichtsrat. Das wichtige Gremium sortiert sich neu. Und ein Name ist schon bekannt geworden.

Die Berufung neuer Aufsichtsratsmitglieder beim Essener Industriekonzern Thyssenkrupp rückt näher. Das Kontrollgremium tagt nach Informationen unserer Redaktion voraussichtlich am 20. November, kurz vor der Jahresbilanz des Unternehmens. Unter anderem wird erwartet, dass die frühere Bosch-Managerin Martina Merz berufen wird. Sie ist bereits im Aufsichtsrat der Lufthansa und soll das Vertrauen des Thyssenkrupp-Großaktionärs Cevian genießen.

Mit Spannung wird ein zweiter Neuzugang erwartet. Da die Amtszeit des aktuellen Aufsichtsratschef Bernhard Pellens bereits im Jahr 2020 enden könnte, stellt sich bald die Nachfolgefrage. Gesucht wird außerdem ein neuer Finanzvorstand für Thyssenkrupp.

Auch Aufzugsparte soll neuen Chef bekommen

Für Unruhe sorgt, dass sich der neue Vorstandschef Guido Kerkhoff vom Chef der Aufzugsparte, Andreas Schierenbeck, trennen will. Es gebe „strategische Diskussionen über die Ausrichtung“ des Geschäftsbereichs, heißt es in einem Brief des Vorstands an die Mitarbeiter des Konzerns. In diesem Zusammenhang würden auch „Gespräche über die Auflösung des Anstellungsverhältnisses“ von Schierenbeck geführt. Die Aufzugssparte ist mit weltweit rund 50.000 Beschäftigten das größte Geschäftsfeld von Thyssenkrupp.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnte Insidern zufolge Peter Walker, der bislang das operative Geschäft der Einheit leitet, Nachfolger von Schierenbeck werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben