Konto-Kosten

Wann beim Online-Banking SMS-TAN etwas kosten dürfen

Eine SMS, in der eine sogenannte „mobileTAN“ zur Verifikation von Banküberweisungen angezeigt wird.

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Eine SMS, in der eine sogenannte „mobileTAN“ zur Verifikation von Banküberweisungen angezeigt wird. Foto: Lino Mirgeler / dpa

Karlsruhe  Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Banken und Sparkassen dürfen nicht mehr für jede verschickte SMS-TAN eine Pauschale berechnen.

Banken und Sparkassen dürfen ihren Kunden den Versand einer Transaktionsnummer (TAN) per SMS nur dann extra berechnen, wenn diese Nummer beim Online-Banking auch tatsächlich für einen Zahlungsauftrag verwendet wird.

Das geht aus einem am Dienstag verkündeten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor. Nicht zulässig ist es beispielsweise, pauschal zehn Cent für jede verschickte SMS zu kassieren – die TAN muss auch eingesetzt werden.

Streit ist noch nicht abgeschlossen

In dem Fall hatten die Verbraucherzentralen eine Kreissparkasse verklagt. Dort kostete das Online-Konto zwei Euro im Monat. Jede SMS-TAN sollte nach Darstellung der Verbraucherschützer noch einmal zehn Cent kosten. Das wäre nach dem Karlsruher Urteil nicht zulässig.

Der Streit ist aber noch nicht entschieden: Weil die Sparkasse abstreitet, die Klausel so formuliert zu haben, muss das zuständige Oberlandesgericht sich den Fall noch einmal genauer anschauen.

Beim Online-Banking muss jede Transaktion aus Sicherheitsgründen mit Eingabe einer TAN bestätigt werden. (Az. XI ZR 260/15)

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