Parkplatzsuche

Vodafone und Ford testen Leitsystem zu freien Parkplätzen

Auf dem Bildschirm bekommen Autofahrer den Weg zum nächsten freien Parkplatz angezeigt.

Auf dem Bildschirm bekommen Autofahrer den Weg zum nächsten freien Parkplatz angezeigt.

Foto: Valèry Kloubert / Vodafone

Düsseldorf.  Vodafone und Ford wollen in Düsseldorf testen, wie Autofahrer per Mobilfunk schneller und umweltfreundlicher einen freien Parkplatz finden.

Um die zeitraubende Suche nach freien Stellplätzen zu verkürzen, wollen Vodafone und Ford in Düsseldorf ein digitales Parkleitsystem testen. Der Kommunikationsriese und der Autobauer haben eine Mobilfunktechnik entwickelt, die freie Parkplätze anzeigt und Verkehrsteilnehmer dorthin automatisch navigiert.

Die Zahlen lassen aufhorchen: In europäischen Großstädten verbringen Autofahrer jährlich im Schnitt 67 Stunden damit, einen Parkplatz zu suchen. Dabei verbrauchen sie mehr Sprit als nötig - im Wert von bis zu 1250 Euro. Experten gehen davon aus, dass die Parkplatzsuche für rund ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs verantwortlich ist. Der Grund ist britischen Forschern zufolge nicht etwa ein Stellplatz-Mangel. Vielmehr sei Parkraum oft nur zur Hälfte ausgelastet, weil er einfach nicht gefunden wird.

Der Mobilfunk soll für Abhilfe sorgen. „Wenn Autos in Echtzeit Informationen mit der Verkehrsinfrastruktur austauschen, wird der Straßenverkehr ein Stück intelligenter. Autofahrer gelangen dann schneller zum Ziel“, sagt Michael Reinartz, Innovationschef bei Vodafone. Auf dem Testfeld für das autonome Fahren in Düsseldorf will der Konzern das digitale Leitsystem gemeinsam mit Ford testen. Einfach gesagt: Über die Mobilfunk-Technologie V2X können Autos und Parkplätze miteinander kommunizieren.

Der Weg zum nächsten freien Parkplatz

Sämtliche Informationen über den Zustand auf den Straßen und die Lage in den Parkhäusern liefert ein zentrales Computersystem. Fahrer, deren Autos an V2X angeschlossen sind, können auf ihrem Bildschirm im Armaturenbrett erkennen, ob es auf ihrer Route gerade zu einem Unfall gekommen ist. Er soll künftig aber auch anzeigen, welche Parkhäuser ausgelastet sind und Empfehlungen für alternative Stellplätze anbieten.

„Klassische Navigationssysteme helfen uns hervorragend, unser Ziel zu erreichen. Aber sie können uns nicht dabei unterstützen, freie Parkplätze zu finden“, sagt Tobias Wallerius, Ingenieur bei Ford Europa in Köln.

Der Autobauer und Vodafone planen weitere Echtzeit-Systeme etwa über Ampelschaltungen, die Lage in Tunneln, Wetterwarnungen und die Erkennung von Verkehrsschildern.

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