Versicherungsvertreter müssen Kunden besser informieren

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das neue Versicherungsver-tragsrecht ist zum 1. Januar in Kraft getreten

Zunächst gilt es für Verträge, die nach 2007 abgeschlossen werden. Für Bestandsverträge ist das verpflichtend erst zum 1. Januar 2009 vorgesehen.

Mehrere Versicherer wollen aber Bestandskunden bereits jetzt vom neuen Recht profitieren lassen. Dazu gehören die AachenMünchener, Allianz, HUK-Coburg und die Volksfürsorge.

Das sind die wesentlichen Neuerungen:

Versicherungsvertreter müssen ihre Kunden umfassender als bisher informieren und Gespräche mit ihren Kunden dokumentieren. Die Vertragsbedingungen sind Kunden beim Abschluss vorzulegen - nicht erst mit der Zusendung der Police.

Das Recht, einen abgeschlossenen Vertrag zu widerrufen, besteht künftig unabhängig vom Vertriebsweg. Die Frist beträgt zwei Wochen, bei der Lebensversicherung einen Monat.

Bei "grober Fahrlässigkeit" kann der Versicherungsschutz nicht mehr generell ausgeschlossen werden. Der Versicherer muss untersuchen, wie stark das Verschulden seines Versicherten ist. Das Alles-oder-Nichts-Prinzip wird also aufgegeben. Künftig wird ein - an sich grob fahrlässig verursachter - Verkehrsunfall "proportional zum Verschulden" abgewickelt. Das kann bedeuten: Der Versicherer zahlt 50 oder 75 Prozent Schadenersatz.

Wird der Versicherungsvertrag im Laufe des Jahres beendet, ist die Prämie nur noch bis zu diesem Zeitpunkt - nicht mehr bis Ende des Versicherungsjahres zu zahlen.

In der Lebensversicherung wird der Anspruch auf Überschussbeteiligung im Gesetz verankert. Versicherte erhalten eine Beteiligung an den stillen Reserven (noch nicht realisierte Gewinne der Unternehmen).

Die Versicherten werden einmal im Jahr über den auf sie entfallenden Teil unterrichtet. Die Abschlusskosten werden ab 2008 auf die ersten fünf Jahre verteilt. Die Abschluss- und Vertriebskosten werden den Versicherten bekanntgegeben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben