Spielzeug

Gefährliche Borsäure: Warentest warnt vor Spielschleim

Kann gefährlich werden: Spielschleim.

Kann gefährlich werden: Spielschleim.

Foto: REUTERS / PETER NICHOLLS / REUTERS

Berlin  Er ist glibberig und viele Kinder lieben ihn: Spielschleim. Viele Produkte haben aber zu viel Borsäure. Die ist gesundheitsgefährdend.

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Gerade zu Halloween erfreut er sich besonderer Beliebtheit, aber auch sonst wirkt Spielschleim auf Kinder eine besondere Faszination zwischen Ekel und Unterhaltung aus. Doch das weiche, dehnbare Kunstmaterial ist keineswegs ein ungefährliches Vergnügen – viele Produkte sind gesundheitsgefährdend, teilt Stiftung Warentest mit.

Die Prüfer haben gleich mehrere Produktvariationen getestet und sind zum Teil zu bedenklichen Ergebnissen gekommen. Fünf Produkte setzen demnach zu viel Borsäure frei – und die kann viel Folgen haben. „Die Produkte hätten so nicht verkauft werden dürfen“, urteilen die Prüfer.

Bor kann Durchfall und Krämpfe hervorrufen

Gelangt zu viel Bor in den Körper, kann es akut etwa Irritationen, Durchfall, Erbrechen und Krämpfe hervorrufen. In Tierversuchen beeinträchtigte Borsäure die Fruchtbarkeit und die Embryonalentwicklung, so Stiftung Warentest. Flüssiges oder haftendes Spielzeug darf daher nicht mehr als 300 Milligramm Bor pro Kilogramm freisetzen.

Diesen Grenzwert reißen alle fünf exemplarisch getesteten Schleime deutlich. Die von „Vikilulu“, „Jim’s Store“ und „iBase Toy“ geben sogar mehr als das Dreifache an Bor ab als erlaubt. Es sind keine Einzelfälle: In Tests von internationalen Partnerorganisationen der Stiftung Warentest überschritten 16 von 33 untersuchten Fertig-Slimes den Grenzwert.

Schleim in Getränkedosen verpackt – Kontakt zum Mund gefährlich

Kinder kommen beim Spielen vor allem über die Haut mit Borsäure in Kontakt. Aber auch Mundkontakt oder gar Verschlucken ist nicht auszuschließen, insbesondere wenn der Schleim wie bei „Vikilulu Crystal Slime“ in Getränkedosen verpackt ist oder wie bei anderen mit Strohhalmen ausgeliefert wird.

Online lassen sich die Ergebnisse von „Stiftung Warentest“ genau anschauen, zudem gibt es ein Rezept für die Herstellung von ungefährlichem Schleim. (ses)

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